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Ausblick auf Tarrafal

2018 Kapverden: Überfahrt nach Tarrafal

Diese Nacht war etwas mehr Schlaf möglich. Die Matratze knarzte allerdings weiterhin. Bereits vor dem Wecker, der um 6 Uhr ging, waren wir wach. Die letzten Sachen wanderten in den Koffer. Kurz vor 7 Uhr rollten wir mit den Koffern in den Flur, bereit für die Überfahrt nach Tarrafal. Die Türen waren noch geschlossen. Tee und Kaffee kochten bereits auf dem Herd.

Helder versorgte uns mit Joghurt, Stangenbrot, Käse, Wurst und Marmelade. Da kam auch schon unser Aluguer angefahren. Es war jedoch nicht Nonny. Wobei er immer nickte wenn ich Nonny sagte. Porto Novo bestätigte er auch mit einem Nicken. Wird schon passen. An der Tankstelle trafen wir unseren Nonny, der uns zurief, dass es sein Bruder ist. Klar, auch ein Nonny (Familienname).

Von Ribeira Grande nach Porto Novo



Über Nacht hatte es etwas geregnet und nun fing es auch an. Wie gut, dass wir heute Ribeira Grande verließen. Einheimische stiegen ein und aus. Koffer und Taschen wechselten das Fahrzeug. Der andere Nonny setzte uns am Hafen in Porto Novo ab.

Einen Pick up mit Mar Tranquilidade Aufkleber hatte ich schon erblickt. Wir steuerten das Fahrzeug an und wurden auch schon abgefangen. Tarrafal? Yes! Wir sollten am Restaurante Antilhas warten. Um 10:30 würden wir abgeholt. Das waren noch fast 2 Stunden. Es tröpfelte ab und an. Wir deckten die Koffer mit unseren Regenjacken ab und liefen abwechselnd den Hafen auf und ab.



Von Porto Novo nach Tarrafal



Unserer Fahrer tauchte wieder auf. Schnappte sich 6 Touristen. Wir und 2 Franzosen sollten auf den anderen Fahrer warten, was wir auch taten. Die Ladefläche war bereits mehr als gut gefüllt, als unser Fahrer auftauchte. Die Koffer wurden irgendwie drauf verstaut. Plane drüber. Mit vier Leuten quetschten wir uns auf die Rücksitzbank. Zwei Stunden sollte die ca. 50 km lange Fahrt dauern. Umkippen konnte keiner von uns.

Auf der Plane nahmen noch 3 oder 4 Einheimische Platz. Denen es zwischendurch Sorge bereitete, dass der Zement nass werden könnte. Über Teer, Kopfsteinpflaster und brauner Piste hoppelten wir Tarrafal entgegen. Wir waren glücklich zu viert auf der Rücksitzbank zu sitzen. Waren doch in dem ersten Aluguer die Touris auf der Pritsche platziert worden, was im Regen bestimmt nicht so dolle war.

Hinab ins Tal von Tarrafal



Einen kurzen Pit Stop legten wir ein, um einen Blick ins Tal zu werfen. Der Abstieg nach Tarrafal bestand aus ca. 25 Minuten Buckelpiste. Zwischendurch stoppten wir, um noch kurz einen Weißkopfseeadler zu fotografieren. Laut unserem Fahrer waren die hier inzwischen sehr selten geworden. Dann hatten wir es auch schon geschafft.



Wir konnten direkt im Mar Tranquilidade einchecken. David, der Divemaster, erklärte uns das Wichtigste und reichte uns ein Begrüßungsgetränk. Das Zimmer war riesig, wenn auch einfach.

Wir gingen an den Strand. Nahmen ein erfrischendes Bad, aus dem ich schmutzig mit Ganzkörperbehaarung wieder rauskam. Ein dünner Film hatte sich über meinen Körper gelegt. Wie unästhetisch. Nachdem wir uns etwas in der Sonne getrocknet hatten, gingen wir zum Zimmer zurück.

Eine alte Tradition



Zum Sundowner um 17:30 Uhr, gab es Grogh Punsch. Gewöhnungsbedürftig. Wir lernten die ersten anderen Urlauber kennen. Plauderten. Sahen die Sonne untergehen. Der Sundowner ist eine alte Tradition im Mar Tranquilidade, den die Besitzer Susi und Frank bereits ganz zu Beginn einführten.



Gegen 19 Uhr wurde zum Essen geläutet. Die Auswahl war riesig. Es schmeckte wirklich gut. Als Absacker gab es Grogh pur und ein Berliner Brot zum Nachtisch. Das Essen kochen Damen aus dem Dorf.

Wir plauderten noch eine Weile mit Tanja und Marc. Bevor wir in die Zimmer entschwanden.

tbc

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