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am Äquator

2017 Uganda: Eier braten am Äquator

Gegen 2 Uhr kam die Truppe Engländer vom Feiern nach Hause und ich konnte nicht mehr einschlafen. Frank schnorchelte vor sich hin. Irgendwo war Musik zu hören.

Meine Nase lief, mir ist warm. Wenn man bedenkt wie frisch es Abends ist seit wir in Fort Portal waren, ist schwitzen ein gutes Zeichen: Funktionswäsche und Schlafsäcke leisteten einen guten Dienst.

Kurz vor 7 Uhr waren wir dann beide wach. Anscheinend war ich doch noch eingeschlafen.

Als ich mich waschen wollte, fing es wieder etwas an zu tröpfeln. Also pflückte ich schnell unsere Sachen von der Wäscheleine und warf sie ins Auto. Naja, trocken fühlt sich anders an.

Alle anderen Gäste schienen heute einen freien Tag zu haben. Nichts rührte sich wo gestern schlaftrunkene Menschen umher irrten.

Wir klappten unser Zelt zusammen und schauten, dass wir unsere Abendessen bezahlen konnten. Für die beiden Dinner und 3 Bier wurden uns 50.000 UGX in Rechnung gestellt. 56.000 UGX gegeben. Das Bier kostete hier nur 4.000 UGX, war allerdings auch nicht richtig durchgekühlt.

Gestern bei der Aufräumaktion mussten wir unsere letzten Brotscheiben entsorgen, die fingen an grün zu werden. Frühstück fiel daher heute Morgen mangels Brot aus. Natürlich hätten wir auch im Hostel frühstücken können. Stattdessen werden wir versuchen eine Bäckerei in Fort Portal zu finden.

Geld- und Brotbeschaffung



Zunächst steuerten wir die Stanbic Bank an Fort Portal an. Am Flughafen hatte ich an deren ATM Geld bekommen und hier gelang es mir auch. 800.000 UGX reichen hoffentlich für den Rest des Urlaubs. Eine Ziehung von 1 Mio. UGX wäre maximal möglich gewesen.

Der Weg zum Dutchess Restaurant, das einen guten Bäcker haben soll (im Nachhinein können wir das bestätigen!!!) gestaltete sich aufgrund von Wirrungen bezüglich Einbahnstraßen oder nicht, etwas schwierig. Nach dem wir einmal im Quadrat gefahren waren, ignorierten wir das eventuelle Einbahnstraßen Schild und fanden die Bäckerei. Die hatten, obwohl es inzwischen nach 8 Uhr war, noch kein frisches Brot, sondern Reste vom Vortag. Für ein Brot und eine Art Pizza Stange zahlte Frank je 4.500 UGX.

Frank fiel ein, dass er gestern irgendwo unterwegs einen Maismehlkrapfen gekauft hatte, der noch im Auto lag. Der musste nun zuerst dran glauben. Schmeckte gut!

Schon wieder auf die Karten App reingefallen



Maps.me führte uns dann mal wieder an der Nase herum. So langsam sollten wir wissen, dass wir lieber auf Papierkarten anstatt der elektronischen Vertrauen sollten. Nun gut, die offroad Strecke war vielleicht nur 5 km lang. Danach hatten wir die richtige Teerstraße unter den Reifen. Ein paar Kinder waren happy uns zu sehen, so oft wird sich vermutlich kein Touri-Auto dorthin verirren.

Die Straße Richtung Queen Elisabeth Nationalpark war gut zu befahren. Uns kamen einige Lkws entgegen und vor uns schlichen auch welche. Bergauf waren wir überlegen, in den Ortschaften waren sie schneller (wenn man sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält). Es ist Wahnsinn wie schwer und voll manche Fahrzeuge beladen waren und was die Achsen und Federn halten mussten.

Frühstück am Äquator in Uganda



Unmittelbar am Äquator zweigt die Straße zum Kongo ab. Eigentlich sollen Grenzregionen zum Kongo gemieden werden. Wobei die Besuche der Nationalparks unproblematisch sein sollen. Ein wenig war mir dennoch mulmig.

Vor uns hatten 2 Henkerfahrzeuge (diese kleinen weißen Busse mit dem blauen Streifen, die einen nötigen in den Graben zu springen) mit einer Schulklasse angehalten und den rechten Äquator-Marker in Beschlag genommen. Wir steuerten daher erst den linken Äquatour-Marker für Fotos an und wechselten dann zu dem rechten. Den Fahrer gestern aus dem Kibale Nationalpark trafen wir wieder. Er war so freundlich uns am Äquator zusammen zu fotografieren, nachdem er vorher seine beiden Touristen fotografierte.



Da der Maismehlkrapfen nicht sehr sättigend war, nutzten wir unsere erste Äquator-Überquerung dafür am Äquator zu brunchen. Freundlicherweise hielten wir nicht direkt auf dem Äquator bzw. hinter einem der Marker an, um anderen nicht die Sicht und das Fotomotiv zu nehmen. Zum Brunch gab Bacon-Omelette. Ein paar Vorbeifahrende wollten spaßeshalber etwas abhaben.

Queen Elisabeth National Park



Kurz hinter dem Äquator lag rechterhand der unspektakuläre Queens Pavillon. Dort ging es auch in den Queen Elisabeth Nationalpark. Laut dem Reiseführer kann der Parkeintritt nur im Süden im Headquarter bezahlen werden. Wir versuchten unser Glück am Equator Gate und siehe da: es klappte. Das Speichern des Eintritts auf der UWA Card (die es hier komischerweise gab) gestaltet sich jedoch etwas schwierig. Für 3 Nächte im Park zahlen wir 240 USD plus 30.000 UGX für das Auto. Eigentlich wollte ich das Toilettenhäuschen aufsuchen, das war allerdings nicht betriebsbereit.



Wir fuhren ein Stück des Crater Rim Drive. Als die erste Tsetsefliege sich ins Auto verirrte handelten wir schnell. Wie wir die Viecher loswerden wissen wir inzwischen. Erledigt! Fenster zu! Von außen rieben sich die Biester in freudiger Erwartung schon die Hände. Ihr könnt uns mal!

Kurze Anmerkung: Am nächsten Tag erfuhren wir, dass es den Tsetsefliegen zu verdanken ist, dass sich an dieser Stelle der Nationalpark befindet. Aufgrund der Biester waren die Menschen „geflüchtet“. Daher ist es nun ein Park und kein Village. Haben die Biester doch tatsächlich einen positiven Nutzen.

Der Blick in die grünen Vulkancrater war zwar schön. Wir konnten es jedoch nicht wagen die Fenster für ein Foto zu öffnen. Tiersichtungen waren Fehlanzeige (die Tsetsefliegen zählen nicht). An einer Gabelung bogen wir linkerhand zum Main Gate ab. Die Tsetsefliegen verschwanden. Uns kam ein Auto mit zwei Weißnasen entgegen, die auch nicht Spannendes unterwegs gesehen hatten. Bereits am Main Gate funktionierte die tolle UWA Card nicht mehr. Wir bekamen Zettel. Warum nicht gleich so?!

Auf der Mweya Peninsula



Eine der Quittungen sollte beim nächsten Ranger abgeben werden. Mit der Rangerin flachste ich etwas rum. Vor der Shell Tankstelle ging es rechts zum Visitor Center. Dort buchte ich die Campsite für 2 Nächte (insgesamt 60.000 UGX) und für morgen früh das Lion Tracking. Für das Lion Tracking waren 100 USD direkt beim UWA zu bezahlen. Die restlichen 20 USD morgen beim Guide. Treffpunkt sei um 6:30 Uhr an der Tankstelle. Frank beobachtete währenddessen draußen eine Warzenschweinfamilie mit 10 jungen Ferkelchen.

Das Visitor Center war mit einer Schulklasse belagert, die unterrichtet wurden. Als ich mit allen Formalitäten fertig war, verließ auch die Schulklasse das Visitor Center. Ein komisches Gefühl als einzige Weißnase unter all den Kindern. Wir sorgten halt immer für Aufsehen.

Die Campsite befand sich am südlichen Ende der Mweya Peninsula. Auf der gegenüberliegenden Flußseite entdeckten wir Elefanten und Hippos.

Ein riesiger Stellplatz



Wir suchten uns auf dem riesigen Areal einen Stellplatz, recht nahe beim Toilettenhäuschen, bauten das Zelt auf und fingen in aller Ruhe mit der Zubereitung des Abendessen an. Es gab Hamburger mit Krautsalat und Tomate. Mit uns kam ein Pärchen aus den Niederlanden an, die jedoch nur ihre Mittagspause dort verbracht, duschten und Holz einluden. Zum Übernachten fuhren sie vermutlich zu einer der anderen beiden Campsites.




Wir waren schon verhältnismäßig früh an der Campsite und nutzten die Sonne sowohl zum Strom tanken als auch zum trocknen der Wäsche.

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Warzenschweine: Neugierig und schreckhaft



Während des Kochens kamen ein paar Einheimische vorbei, grüßten freundlich und wollten mit Essen. Frau Warzenschwein interessierte sich auch für unser Essen, war jedoch beim auslösen der Kamera vor Schreck hochgesprungen und ergriff die Flucht.

Mongoose und Waterbucks statteten uns auch einen Besuch ab.

Franky mochte das Beef-Hack nicht und meint es würde stinken. Ich merkte davon nichts. Für irgendwas musste die Erkältung ja gut sein. Nach dem Essen noch schnell den Abwasch erledigt und etwas abgehangen.

Gegen 19:30 Uhr kam der Platzwart und wir trugen uns ins Registrierungsbuch ein. Danach suchten wir unser sicheres Dachzelt auf. Hyänen fingen an sich bemerkbar zu machen und Hippos grunzten.

gefahrene Kilometer: 142

tbc

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