eickys-adventures.com
Büffel in der Morgenröte im Yala Nationalpark

2017 Sri Lanka: Leoparden im Yala Nationalpark

Bereits um 2:30 Uhr war unsere Nacht vorbei, warum auch immer. Einschlafen ging nicht mehr. Für 4 Uhr hatten wir eh den Wecker gestellt. Wir machten uns für unseren Ausflug in den Yala Nationalpark fertig. Die letzten Sachen wanderten wieder in den Rucksack. Wir bekamen unser Breakfast to go sogar mit einer Wasserflasche und sahen auch schon den Jeep von Yala Green Safari vor dem Tor stehen. Wow, es war gerade mal 4:20 Uhr. Wir klärten ab, ob wir unser Gepäck mitnehmen durften und der Fahrer uns am Busbahnhof absetzen konnte. Kein Problem!

Pünktlich um 4:30 Uhr waren wir auf dem Weg. Der Fahrtwind war ganz schön frisch. Wir suchten unsere Fleecejacken aus den Rucksäcken raus. Wie praktisch, dass wir unser Gepäck dabei hatten. Sonst hätten wir jetzt frieren müssen.

Um kurz vor 5 Uhr hatten wir das Kassenhäuschen des Yala Nationalpark erreicht. Nisssanka (unser Guide) ließ uns im Jeep zurück, um sich um die Tickets zu kümmern. Zuvor hatten wir ihm schon die vereinbarten 125 USD gegeben. Er sagte uns, dass wir sitzen bleiben sollen, denn draußen würden gefährliche Tiere rumlaufen. Ganz ehrlich: um diese unchristliche Uhrzeit wollte ich mich eh keinen Millimeter aus meinem Sitz weg bewegen. Ein Safariaauto nach dem anderen gesellte sich zu uns. Um diese Uhrzeit waren nur Hunde, Kühe und Safari-Guides mit ihren Touris unterwegs.

Dem Leoparden auf der Spur



Um 5:30 Uhr setzte sich der ganze Tross in Bewegung, um nach wenigen Metern vor dem richtigen Eingang wieder anzuhalten. Wir nahmen Frühstück Teil 1 zu uns. Sandwich mit Ei. Langsam wurde es hell. Um 6 Uhr fiel der Startschuss. Auf ging’s. Oberste Priorität: Leopard finden!!!

Wir fuhren in den Yala Nationalpark und wurden von einigen Kollegen überholt. Nissanka bemerkte noch, dass wir jetzt etwas schneller fahren würden. Trotzdem wurden wir weiterhin überholt. Wenn der weiter zu rumschleicht würden wir gar nichts vor die Linse bekommen, so meine Gedanken. Aber: Was war das denn da hinten auf der Straße was Frank als erster erblickte? Tatsächlich! Ein Leopard, wie Nissanka bestätigte! Jippieh!

Wir fuhren schnell zu der Stelle. Doch die Straße war leer, Spuren führten ins Gebüsch, in dem nichts außer Blätter zu sehen war. Wir bogen zweimal links ab und siehe da: ein Mungo! Na, besser ein Mungo als gar nichts. Nein, der Leopard. Frank hätte mir vor Aufregung und weil ich nur den Mungo gesehen hatte, beinah die Nase gebrochen und die Brille demoliert.

Überglücklich im Yala Nationalpark



Der Leopard war dem Mungo auf der Spur -> Frühstückszeit! Ja wohl!!! Es war also gerade mal 6:20 Uhr und wir hatten das Tagesziel erreicht. Eigentlich hätten wir jetzt auch nach Hause fahren können und schlafen. Wie gut, dass wir eine 7 Stunden tour gebucht haben.



Laut Nissanka sieht er zu 85 % einen Leopard bei seinen Touren. Glück gehabt! Andere Guides waren heute nicht erfolgreich, wie wir an anderen Reaktionen herauslesen konnten. Wir waren echt zur rechten Zeit auf der Straße unterwegs. Und ein Glück, dass wir so langsam waren.

Die Elefanten waren schüchtern



Im Yala Nationalpark sahen wir ansonsten noch jede Menge Wilder und Domestic Büffel. Außerdem Pfaue, Rehe, diverse Vögel, Samba-Hirsche (nur ganz weit weg), Wildschweine, Schildkröte, Krokos, …



Elefanten gab es auch. Unser Guide war happy, dass er sie gefunden hatte. Allerdings waren die recht gut im Unterholz versteckt und trauten sich bei dem ganzen Autoauflauf nicht so recht aus der Deckung raus. Später konnten wir noch erleben wie ein Elefant die Straße überquerte.

Das Meer sah so friedlich aus



Ungefähr zu Halbzeit der Tour hielten wir am Strand an. Dort mussten bei dem Tsunami am 26.12.2004 einige Menschen ihr Leben lassen. Unvorstellbar, dass das Meer zu einer tötlichen Falle wurde. Heute sahe es so friedlich aus. Ein Tsunami Denkmal erinnert an den Tag.



Wirkliches Highlight war während unserer 7 stündigen Tour die Sichtung des Leoparden. Zum Schluss erblickten wir noch einen Adler, der gerade dabei war einen Reiher zu verspeisen. Er schien den Vogel frisch gefangen zu haben. Gestört durch die zunehmende Automenge floh der Adler mit dem Reiher auf einen Baum, um in Ruhe zu lunchen. Als ob er Sorgen hatte, dass wir ihm den Reiher wegnehmen.



Landschaftlich überraschte der Yala Nationalpark mich. Ich hatte nicht mit so vielen Steinen (Elephant und Mouse Rock) und anderen Felsen gerechnet. Die Seen mit toten Bäumen und Seerosen waren auch sehr idyllisch. Auf den Leopard-Bäumen vermissten wir die Leoparden. Aber wir hatten ja unseren Boden-Leoparden.

Mit dem Bus von Tissa nach Matara



Gegen 11:30 Uhr verließen wir den Park und düssten Richtung Tissamaharama. Es reichte aber auch. Um kurz nach 12 Uhr setzte uns Nissanka am Busbahnhhof in Tissa ab und zeigte uns den richtigen Bus.

Von Tissa ging es für uns zunächst nach Matara. Die Rucksäcke kamen wieder in den Kofferraum und wir mussten auch nur 2 Tickets zu je 140 Rs pP kaufen. Zu Anfang kamen wir noch gut voran, aber dann zog es sich ganz gewaltig, obwohl der Fahrer sich größte Mühe gab schnell vorwärts zu kommen und alles von der Straße zu hupen. Vom vielen sitzen tat uns der Rücken weh. Während der dreistündigen Fahrt holte ich mir doch glatt einen Zug auf dem linken Ohr, was ich erst abends bemerken sollte. Hoffentlich vergingen die Schmerzen schnell.

Und weiter nach Mirissa



In Matara mussten wir umsteigen. Der Bus nach Mirissa wartete quasi schon auf uns. Für 30 Rs pP bummelte der Bus so vor sich hin. Wir waren in Mirissa ein bisschen zu früh ausgestiegen und gingen die letzten hundert Meter zu Fuß an der Straße entlang bis zum Our World Mirissa. Die Unterkunft befand sich in einer ruhig gelegenen Stichstraße.



Endlich am Meer



Wir checkten ein und suchten dann schnell den Strand auf. Das Wasser war Badewannen warm und bot absolut keine Abkühlung.

Nach ein wenig sonnenbaden und entspannen gingen wir zum Zimmer zurück. Salz und Sand abduschen. Duschwasser gab es hier nur in kalt. Die hatten vergessen den Durchlauferhitzer einzubauen.

Zum Dinner kehrten wir im Hangover Cafe ein. Das gab es erst seit 1,5 Monaten. Die Burger waren wirklich gut, aber auch etwas scharf.

Wir bummelten noch ein wenig über den Strand. Die Strandliegen mussten mit Laternen dekorierten Tischen weichen. Überall gab es Seafood.

Nach diesem mega langen Tag waren gegen 19:30 Uhr die Lichter aus.

tbc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.