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Nemo im Korallengarten

2015 Ägypten: Ärger bei Delfin Schnorchel Tour

Am liebsten würde ich zu diesem Ausflug, der sich Delfin Schnorchel Tour nannte, nichts sagen bzw. schreiben. Da ich ein nachtragender Mensch bin macht mich das immer noch wütend, wenn ich daran zurückdenke.

Aber von vorne:

Um 7:10 Uhr wurden wir zur Delfin Schnorchel Tour abgeholt. Daher gab es nur ein kleines Frühstück in der Lobby. Der Bus war rappel voll. Wie doof!

Wir wurden nach Hurghada zum Marriot Hotel gefahren. Dort gab es einen Anleger für Boote. Diejenigen, die keine Schnorchelsachen hatten, wurden an der Tauchschule entsprechend ausgerüstet.

Unsere Busladung wurde auf 2 Boote aufgeteilt. Wird hatten das Pech auf dem größeren Boot bei Bahaa zu landen.

Beim ersten Schnorchel-Spot mussten wir alle schön brav hinter ihm her schnorcheln. Ein paar Fische wurden gezeigt. Wir ließen uns zurückfallen und sind langsamer hinterhergeschnorchelt. Das gefiel ihm wohl nicht so ganz.



Wir sahen auch ohne das Bahaa uns das zeigen musste Nemos, Feuerfische, einen Arabischen Kaiserfisch, …

Nach ca. 40 Minuten waren wir wieder am Boot. Glücklicherweise hat Bahaa uns noch einen Steinfisch gezeigt, der teilnahmslos auf den Korallen saß. Wenn man nicht weiß, dass es ein Fisch ist, dann kann man es auch nur für einen Stein halten. Klar, daher der Name.

Den Bonus-Punkt fürs Steinfisch zeigen hatte sich der liebe Bahaa allerdings später ganz schnell verspielt.

Zweites Schnorcheln vorzeitig beendet



Am 2. Schnorchel-Stopp sollten wir eigentlich 30 Minuten frei herum schnorcheln dürfen. Allerdings wurden wir dann nach 20 Minuten schon zum Boot gerufen. Es wurden Delfine gesehen und wir wollten schnell zu der Stelle hin. Hätte er ja auch mal vorher erklären können, damit wir nicht so verwirrt waren, warum wir so schnell zum Boot zurück mussten.



Naja, immerhin sahen wir einen Tintenfisch, der sich versteckte und eine Muräne.

Mit 4 Booten begann die „Hetzjagd“ auf die Delfine. Es war eine Gruppe von ca. 10 Tieren davon 2 Jungtiere. Wir drehten ständig bei, weil die Delfine sich logischerweise im Meer bewegten. Irgendwann drehten wir wieder bei und fuhren dann allerdings schnell gerade aus – zur Insel. Nanu, warum dürfen wir denn nicht zu den Delfinen ins Wasser? Naja, Bahaa wird seine Gründe haben.

Massenabfertigung auf der Insel



Mit einem Kutter wurden wir abgeholt und zur Insel gebracht. Dort bekamen wir eine Getränkemarke (ein Freigetränk gab es beim Essen), wurden auf Bettvorleger (Strandliegen waren Fehlanzeige) verfrachtet und wurden Sekunden später schon zum Essen gerufen (eigentlich sollten wir 10 Minuten „Pause“ haben). Das Buffetessen war ganz gut. Kaum das wir aufgegessen hatten wurden wir schon aus dem Restaurantbereich rausgescheucht. Platz machen für die nächste Touri-Ladung. Wir sind ein bisschen ins Wasser gewatet – wir konnten recht weit reinlaufen, ohne dass es merklich tiefer wurde.



Was zum Unmut führte



Kurz bevor die 2 Stunden auf der Insel rum waren, erfuhren wir, dass die Passagiere unseres 2. Bootes mit den Delfinen ins Wasser durften. Wie jetzt? Und warum durften wir nicht? Deren Reiseleiter hatte, nachdem wir und die anderen beiden Boote abgedreht hatten, alle schnell ins Wasser geschickt (ohne Maske, Schnorchel, Flossen, einfach rein), um jede Sekunde mit den Delfinen zu nutzen. Man was waren wir sauer!


Auf dem Boot sprachen wir Bahaa darauf an, der zu Beginn des Ausflugs noch so groß getönt hatte, dass wir sagen sollen, wenn einem was nicht gefällt. Jetzt, da es soweit war, wand er sich in irgendwelchen Ausreden: zu großes Boot, nicht so wendig und schnell, zu große Gruppe, Niemanden gefährden, blablabla. Der Rest von unserem Boot wusste zu diesem Zeitpunkt noch nichts von unserem Pech. Als dass dann an Land zur Sprache kam kippte die Stimmung ganz gewaltig.

Auf der Rückfahrt herrschte im Bus eisige Stimmung. Bahaa meinte nochmal sich rechtfertigen zu müssen. Aber seine „Ausreden“ interessierten wohl keinen mehr. Nach unsrer Ansicht hatte er von Anfang an nicht vor mit uns ins Wasser zu gehen. Schon als ich ihn zu Beginn darauf angesprochen hatte wie denn die Chancen sind, hatte er sich nicht sehr klar ausgedrückt.

Zur „Belohnung“ dieser Glanzleistung gab es kein Trinkgeld. Das konnte er echt knicken.

Die Insel die keiner braucht



Im Hotel hatten wir noch mit ein paar Mitreisenden über diese „Verarschung“ gesprochen. Den Aufenthalt auf der Insel wollte eigentlich keiner von uns. Aber wir konnten den Ausflug nur so buchen, obwohl es ihn im Prospekt vom Reiseveranstalter auch ohne Insel gab. Vermutlich bieten die in den Sommermonaten verschiedene Varianten an. Und im Winter werden alle zur Insel gekarrt, schließlich will der Restaurant-Besitzer auch Geld verdienen. Allerdings würde ich behaupten, wird im Sommer, wenn mehr los ist, keiner mehr ins Wasser zu den Delfinen gelassen, weil es dann ja noch mehr Boote sind, als jetzt.

Vier Tage später bei der Quad-Tour hörten wir, dass bei der Delfin Schnorchel Tour zwei Tage zuvor überhaupt keine Delfine zu sehen waren. Also sollten wir uns eigentlich mit der Sichtung zufrieden geben. Allerdings hatten wir in Florida schon bessere Delfin-Erlebnisse und hätten sehr gerne, wie unser 2. Boot, auch die Chance gehabt kurz mit den Delfinen im Wasser zu sein.

tbc

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