Catedral de Nuestra Senora de la Asuncion

2016 Cuba: Auf der Suche nach Salsa Rhythmen



Gegen 17:30 Uhr verließen wir erneut die Casa, auf der Suche nach etwas Essbaren, später wollten wir uns den Salsa Rhythmen hingeben. Wir liefen etwas umher, konnten uns aber nicht so recht entscheiden. Irgendwann wurden wir angequatscht. Zunächst sprach der Typ mit uns über alles Mögliche. Auch wo man tanzen gehen kann, eine gute Sicht auf den Hafen hat, … Danach kam das Thema Essen zur Sprache. Er führte uns zum Palador Caribe (3 Blocks hinter der Kirche). Für jeden Gast, den er dorthin „vermittelt“ bekam er eine Flasche Öl vom Restaurant als Gegenleistung.

Der Blick von der Dachterrasse war wirklich schön. Wir waren recht früh dran und mussten daher einige Zeit auf unser Essen warten, was aber nicht schlimm war. Als Gruß des Hauses gab es Brot – sehr lecker! Franky hatte Hähnchen mit Salsa, Reis und Salat. Für mich gab es Spaghetti mit Gemüse, die rote Sauce landete natürlich auf meinem Kleid. Das ganze Essen inklusive Getränke kostete 19,50 CUC. Schon ein stolzer Preis für cubanische Verhältnisse. Kurz bevor wir gingen kam eine 2-Mann-Band mit Gitarre und Trommel und sangen und musizierten. Im Nachhinein betrachtet war das der schönste musikalische Moment, den wir auf Cuba hatten!!!



Das Nachtleben begann auf Cuba erst spät, daher tingelten wir etwas planlos umher und landeten immer wieder im Parque Cespedes. Die Cathedrale dort wurde bunt, mit wechselnden Motiven, angestrahlt.

Wo ist das Salsa Feeling?



Bei der kleinen Buzze am Baccardi Museum sollte ab 20:30 Uhr Musik mit Tanz sein. Aber es tat sich zunächst nicht viel. Wir ließen uns auf den Stufen vom Museum nieder und beobachtet, ob es doch irgendwann mal los geht. Von einem älteren Herrn (der eigentlich Security vom Museum war) wurden wir angequatscht. Die Unterhaltung wurde mit Händen und Füßen geführt. Irgendwann wurde es etwas abstrus, wir wollten auch gar nicht so recht wissen, was er wirklich von uns wollte und gingen.

Im Claqueta war (noch) nichts los, außer das Leute auf Stühlen vor einer leeren Bühne saßen. Die Straße, die zum Casa de las Tradiciones führte sah unheimlich aus. Also gingen wir doch wieder zu der Buzze zurück. Wir warfen einen Blick rein. Ein paar Leute saßen auf Stühlen, keiner tanzte, die Band spielte. Super! Darauf konnten wir verzichten. So langsam waren wir echt genervt von dieser Stadt. Im Claqueta war immer noch nichts los. Einige Menschen standen zwar draußen vorm Eingang, aber ansonsten passierte nichts. Wir schlugen dann doch den unheimlich aussehenden Weg zum Casa de las Tradiciones ein.

Touri-Abzocke



Vorm Eingang stand eine größere französische Reisegruppe (es soll angeblich eine Salsa-Gruppe gewesen sein), das versprach gleich doch noch ein schöner Abend zu werden. Als die Musik um kurz nach 22 Uhr anfing gingen wir dann auch rein. Der Eintritt kostete 2 CUC p. P. Oben angekommen mussten wir feststellen, dass wieder alles nur auf Stühlen an Tischen saßen, auch die Reisegruppe. Ich dachte man ist hier zum Salsa tanzen?! Franky bestellte uns, ganz traditionell, einen Cuba Libre und einen Mojito. Bier gab es keins. Die Getränke kosten je 3 CUC. Ich zeigte guten Willen, aber Rum schmeckt mir einfach nicht.

Wir wurden beide zum Tanzen aufgefordert. Aber es ging echt mehr schlecht als recht. Mein Rasta-Mann wollte als Belohnung unbedingt einen Softdrink ausgegeben haben. Bis wir das aber erstmal gecheckt haben, weil er so ein schlechtes Englisch sprach und immer „Softi“ gesagt hat. Hätte er von „refresco“ gesprochen, dann hätte man ihn wohl sofort verstanden. Wohl oder Übel hat Frank ihm das dann spendiert. Nach 3 – 4 Liedern kam die Band mit einem Klingelbeutel rum und wollte auch Geld haben.

Den Rasta-Mann wurden wir den ganzen Abend nicht mehr los. Keine Ahnung, was er eigentlich von uns wollte. Seinen Softi hat er lange nicht geöffnet, dann aber doch irgendwann. Wir dachten schon, dass er den später zurück verkaufen wird. Nach meiner Telefonnummer hat er gefragt, aber auf die Frage warum, gab es keine Antwort. Hat immer was von er wäre heute erst aus dem Krankenhaus gekommen gefaselt. Naja, da hätte ich dann auch nichts Besseres zu tun als hier hin zu gehen. Dann wollte er noch irgendwas von Frank. Letztlich hat Frank ihm 1 CUC in die Hand gedrückt, obwohl ich das nicht wollte und wir gingen. Die Band war zu diesem Zeitpunkt auch schon nicht mehr da und die französische Salsa-Truppe saß immer noch auf ihrem Hintern und trank Mojitos.

Punkt 3: Salsa tanzen – Total enttäuscht



Der Abend war echt schrecklich! Das Salsa-Feeling was hier eigentlich sein soll konnten wir nicht finden. Enttäuscht gingen wir ins Casa zurück. So hatten wir uns Cuba nicht vorgestellt. Keine Ahnung, was die Schreiber von Reiseführern hier Tolles erlebt haben. Wir können das, zumindest was den heutigen Abend betrifft, in keinster Weise bestätigen.

Havanna hatte Charme, aber was sollen wir von Santiago halten? Schwierig zu sagen. Wir persönlich waren von der Stadt total genervt. Sehr „ungeschickt“, dass wir morgen erst den Nachtbus vorgebucht hatten. Wir hätten auch gut schon mittags fahren können.

Eine kleine Anekdote:

Frank hatte sich schon gewundert, warum ihn alle beinah mit seinem Namen ansprechen. „Hello my freng!“ Als ich ihn aufgeklärt habe, dass es eigentlich „Hello my friend“ heißt, die Cubaner das aber nicht richtig aussprechen können/wollen, war er ganz enttäuscht.

tbc

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