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Castillo de San Pedro de la Roca del Morro, kurz El Morro

2016 Cuba: Festung El Morro



Der Nachbar-Gockel meinte schon vor 5 Uhr sich bemerkbar machen zu müssen. Super, wir waren doch erst um Mitternacht im Bett! Zum Glück dummelten wir beide noch mal bis 8 Uhr weg.

Franky hatte über Nacht den Kühlschrank unfreiwillig abgetaut. Damit der nachts nicht so laut brummt stellte er ihn auf 1. Am heutigen Morgen hatten wir eine Pfütze im Zimmer, was nicht weiter schlimm war, denn der Toiletten-Spülkasten war auch undicht.

Frühstück hatten wir für 8:30 Uhr bestellt. Scrambled Eggs, Muffins und das Übliche. Die Muffins packten wir für später ein.

Wir sammelten unser Gepäck wieder zusammen und konnten dies unten in einem der privaten Zimmer lagern. Die Bezahlung erledigten wir auch schon: 25 CUC für die Nacht und 4×4 CUC für’s Frühstück.

So einen richtigen Plan hatten wir heute nicht. Wir gingen zunächst Richtung Meer und machten es uns auf einer der steinernen „Bänke“ im Park Alameda gemütlich. Dort war es grundsätzlich ruhiger als im Parque Cespedes, aber dennoch wurden wir von einem Bici-Taxi-Fahrer angesprochen.



Aus Langeweile zum El Morro



Irgendwann wurde es uns doch zu langweilig und wir liefen die uralten Treppenstufen (Escalinita Padre Pico) herunter. Hier waren wir gestern im Dunkeln, auf dem Weg zum Casa de las Tradiciones, schon mal langgegangen. Die Stufen verbinden die Unterstadt mit dem Tivoli = der alten französischen Siedlung.



Am Parque Cespedes kauften wir Wasser und Postkarten. Ein Taxi-Schlepper sprach uns an, ob wir ein Taxi zum El Morro brauchen. Wir hatten eh vor dort hin zu fahren, damit die Zeit halbwegs rum ging. Mit dem Preis von 15 CUC für die Hin- und Rückfahrt waren wir einverstanden. Ein alter blauer Plymouth, Baujahr 1954, rollte vor. Der emsige Jinetero wollte uns direkt noch die Fahrt zur Basilika von Cobre und die Fahrt zum Revolution Plaza anbieten, zusammen mit El Morro für 50 CUC. Dies kam mir doch etwas happig vor und ich hatte auch keinen Vergleichspreis im Kopf, daher lehnten wir das ab.

Bevor die Fahrt los ging mussten wir noch kurz an der Tankstelle halten, zum Tanken. Aber warum parkte er so weit von der Zapfsäule weg, wenn er tanken muss? Ein Ersatzkanister wurde gefüllt und wir rollten los. Aha.



Hoffentlich schafft die Kiste den Weg



Unterwegs machte unser Taxi-Fahrer dann plötzlich den Motor aus, hielt an, und musste nachtanken. Frank war zum Gucken mit ausgestiegen. Unter der Motorhaube befand sich ein 5-Liter-Tank, der aus dem Ersatzkanister befüllt wurde. An Kreativität mangelte es hier echt nicht. Mit gefülltem Tank ging es auf die letzten paar km zum Castillo de San Pedro de la Roca del Morro, kurz El Morro.

Besichtigung der Festung El Morro



Dort gab uns der Fahrer eine Stunde Zeit. Er begleitete uns vom Parkplatz, an den ganzen Verkaufsständen vorbei, bis zur Festung. Gab uns vorher den Tipp die Kamera einzupacken, damit wir nur den normalen Eintritt von 4 CUC p. P. zahlt und nicht extra fürs fotografieren. Nach dem wir durch den Eingang waren holtlen wir die Kamera wieder raus. Gewusst wie!

Im Inneren der Festung sahen wir ein Fließband, das dazu diente die Kanonenkugeln von unten direkt zu den Kanonen hoch zu transportierten.



Die eine Stunde reichte vollkommen um das Fort zu besichtigen. Allerdings sparten wir uns den Weg runter ans Meer, dafür war es einfach zu warm und alles was wir runter laufen müssten wir ja auch wieder rauf laufen … Zum Schluss kauften wir noch Postkarten und einen Magnet und setzten uns draußen hin, um die Muffins zu essen.



Nach einer Stunde gingen wir zum Parkplatz. Unser Fahrer saß mit anderen „Leidensgenossen“ unter einem Baum im Schatten. Auf dem Rückweg nahmen wir noch einen Bekannten mit.

Von Park zu Park



Um 13:30 Uhr waren wir wieder zurück im Parque, suchten uns ein schattiges Plätzchen und gammelten weiter rum. Frank beschäftigte sich mit dem Internet.

Heute ging es im Park ruhiger zu als gestern. Weniger Touris und wir wurden sogar für längere Zeiträume in Ruhe gelassen und konnte Leute gucken. Warm war es aber immer noch. Der Speck schwitzte!

Die Cubaner verwendeten Regenschirme als Sonnenschirme. Man was war ich dumm, hatte Regejacken eingepackt, anstatt Schirme!!!

Wir verlagerten mal wieder unseren Standort und gingen erneut zum Park Alameda. Die Sonne stand hoch am Himmel und Schattenplätze waren rar. Wir ruhten uns aus, wovon auch immer, viel gemacht hatten wir heute ja noch nicht. Frank machte für eine Weile die Augen zu. Den ganzen Tag rumgammeln war aber auch ganz schön anstrengend. Vom vielen Sitzen tat sogar irgendwann der Hintern weh.

Als wir dort saßen, kam irgendwann eine gammlige Alte angewackelt und wollte Franks Cola haben, die er gerade erst aufgemacht hatte. Alternativ hätte sie auch 1 CUC genommen. Geht’s noch?



Essen im Paladar: Gut und Günstig



Der Hunger trieb uns wieder in die Stadt. Eigentlich wollten wir auch noch Wasser kaufen, aber die Supermärkte machten um 17 Uhr zu. Was waren das für Sitten?

Auf der Enramada aßen wir in einem kleinen Paladar Fondo Sobre … zu Abend. Es gab als Vorspeise Bananenchips und dann für mich frittierten Reis mit Paprika und irgendeinem Fleisch (Rind?) und Franky hatte Reis mit Schweineschinken. Beides gab es mit dem Standard Salat (Tomate, Gurke, Weißkohl). Toi, Toi, Toi, das alles drin blieb! Wir bezahlten in CUP. Umgerechnet waren es nur ein paar Euro.

tbc

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