Zugang zu einer Höhle im Bandelier National Monument

2012 USA: Bandelier National Monument



5:45 Uhr in Los Alamos – wir waren mal wieder wach. Der erste Shuttle-Bus ins Bandelier NM fuhr erst um 9 Uhr. Vielleicht stromern wir vorher noch etwas bei den White Rocks, bevor wir den Shuttle-Bus nahmen.

Das Frühstück war nicht ganz so gut wie gestern (hatte Frank gemeint). Für ihn gab es Bacon und Rührei und ganz leckeres Maisbrot. Die süßen Teilchen testeten wir nicht. Im Vergleich zu gestern war der Frühstücksraum nicht so sauber, aber interessant vom Aussehen. Hohe Decken und ein riesiges Fenster. Hatte fast etwas von einer Kirche. Beim auschecken waren irgendwelche Asiaten vor mir, die sich richtig schlau angestellten. Irgendwann war ich dann an der Reihe und war ruck zuck fertig.

Es ging wieder zurück über die 502 und auf die 4.
An der 2. Ampel fuhren wir links auf den Rover Blvd und die erste links auf die Meadow Lane. Später geht linkerhand die Overlook Road zum White Rock Overlook.

Vor 8 Uhr waren wir schon am White Rock Panorama Point. Wir hatten einen fantastischen Blick ins Tal und auf den Rio Grande, der im Schnitt 183 m unter uns floß.

Ob der kleine weiße Stein der Namensgeber (White Rock) war?

Ich stellte dann fest, dass der Red Dot Trail, den ich eigentlich gerne gelaufen wäre, in einem anderen Dorf begann. Das stand aber auf keiner von unseren Karten. Okay, erstmal Haken dran.

Mit dem Shuttle Bus ins Bandelier



Zunächst ging es ins Bandelier National Monument und wenn wir später noch Lust hätten, dann könnten wir immer noch nach dem Dorf suchen um den Red Dot Trail zu laufen.

Bei der Flash Flood am 21.08.2011, die den Waldbränden folgten, wurden u. a. auch viele der Parkbuchten zerstört. Damit Besucher aber weiterhin das Bandelier National Monument besuchen konnten, wurde das Shuttle-Bus System eingerichtet. Der wirklich große Parkplatz befand sich linker Hand an der zweiten Ampel, wenn man von der 502 auf die 4 gefahren ist, am Rover Blvd. Es waren dort Pavillions aufgestellt mit bequemen Sitzbänken. Gegenüber der Sitzbänke befand sich das Visitor Center von White Rock.

Bereits gegen 8:30 Uhr waren wir am Shuttle Bus Parkplatz und suchten in Ruhe alles zusammen was wir brauchen würden. Schon vor 9 Uhr kam der erste Bus. Unser Busfahrer Robert erklärte uns noch ein wenig zum Park und los ging es. Mit uns waren noch 4 andere Passagiere an Bord. Der Bus fuhr gut 20 – 25 Minuten.

Eine Rangerin wies uns am Parkeingang darauf hin, dass wir bei einer Flash Flood eine höhere Position suchen und auf keinen Fall zum Visitor Center zurück kehren sollen. Bei dem strahlend blauen Himmel war die Gefahr heute wohl eher gering. Anschließend erwarben wir den Annual Pass für 80 $.

Auf den Spuren der Indianer im Bandelier



Den Vorteil nur mit so wenigen Leuten hier angekommen zu sein wollten wir nutzen und begaben uns in aller Ruhe auf den Main Trail und wandelten auf den Spuren der Pueblo-Indianer, die schon vor über 600 Jahren hier gelebt hatten. Im Gegensatz zum Tsankawwi gab es schöne Kivas und Ruinen von Häusern zu sehen.

Die Big Kiva war zz. under construction, um sie besser abzustützen.

Als nächstes führte der Weg nach Tyuonyi. Es war damals zwei bzw. dreistöckig, bestand aus ca. 400 Räume, in denen ca. 100 Menschen lebten.

Beeindruckende Bauwerke



An Felsen vorbei, konnten wir ein paar Höhlen über Holzleitern betreten, um einen Eindruck zu gewinnen, wie die Menschen damals lebten. Diese Höhlen wurden von Menschenhand in den Fels „gehauen“.



Wir sahen interessante Felsformationen und Petroglyphes. Das Zickzack-Muster soll die „gefederte Schlange“ Awanyu darstellen

Der Weg führte vorbei an den Talus Houses und Long Houses. Letzteres war über 200 m an der Wand entlang gebaut. In den runden Löchern steckten früher Holzbalken.



Das Alcove House konnten wir natürlich nicht auslassen und liefen den Trail dorthin. Die Spuren, die Flash Flood dort letztes Jahr angerichtet hatte waren noch deutlich zu erkennen. Die ganzen Brücken waren zerstört und wir mussten über Behelfsbretter laufen.

Wie kamen die damals nur die Felsen hoch?



Frank war ganz schön geschafft, aber er hielt tapfer durch. So viel waren wir ja auch noch gar nicht gelaufen. Durch den Wald ging es, leider ohne Bären-Sichtungen, weiter über 4 Leitern (ca. 43 Höhenmeter), den Felsen hoch bis ins Alcove House.

Dort gibt es auch eine Feuerstelle / Kiva / Ceremonial Cave in die wir runter gehen konnten und auch hier waren Höhlen/Nischen in den Stein geformt worden. Das Alcove Haus soll 23 Zimmer umfasst haben, die von 1250 – 1600 bewohnt waren.



Die nächsten Touris waren auf dem Weg nach oben, so dass wir anschließend das Alcove House verließen.

Auf dem Rückweg kamen uns einige Leute entgegen. Wie gut, dass wir so früh unterwegs waren.

Nach 2,2 mi bzw. 2:10 Stunden waren wir zurück am Visitor Center. Dort setzten wir noch den Park Stempel ins Büchlein und kauften Postkarten. Mit dem Shuttle um 12:10 Uhr (die Busse fuhren 3x stündlich um 10, 30 und 50) fuhren wir zurück.

Wir waren gegangen, weil noch weitere Abenteuer in Amerika auf uns warten. Aber warum waren die Anasazi aus diesem Gebiet verschwunden? Vermutlich weil das Land sie nicht mehr ernähren konnte. Von ca. 1100 bis 1500 haben sie im Frijole Canyon gelebt.

Nach einer kleinen Stärkung auf den bequemen Bänken in der Waiting Area ging es weiter. Auf den Red Dot Trail hatten wir keine Lust mehr und wollten stattdessen lieber Santa Fe, die älteste Hauptstadt der USA, unsicher machen.

tbc

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert