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Kurs auf Cruzinha

2018 Kapverden: Ponta do Sol nach Cruzinha



Das Kopfsteinpflaster bzw. die vorbeifahrenden Autos raubten uns den Schlaf. Wo wollten die alle mitten in der Nacht hin? Gegen 4 Uhr packten wir uns Ohropax in die Ohren, es half aber nur bedingt.

Ab 7:30 Uhr gab es Frühstück. Wir gingen nach unten, wo schon 4 Franzosen (Großeltern mit Enkelinnen) warteten. Es gab ungetoasteten Toast, Omelette, Käse, Wurst, Kuchen, Tee, Kaffee.


Unser gestriger Fahrer vom Hafen hierhin tauchte auf und vereinbarte mit den Franzosen eine Fahrt. Alles schön auf Französisch. No comprende.

Startpunkt Ponta do Sol



Wir machten uns fertig. Ließen die Koffer für den Umzug in das andere Zimmer gepackt. Aus dem Fenster erblickte ich Nonny, 20 Minuten vor seiner Zeit. Ich rief ihm „5 minutes“ zu. Schnell in die Schuhe, Rucksäcke geschnappt. In wenigen Minuten erreichten wir über eine enge Küstenstraße Ponta do Sol. Ob wir vorher noch ins Städtchen wollten? Nö, möchten wir nicht.

An der kleinen Kirche ließ Nonny uns heraus. Wir verabredeten uns für 15 – 15:30 Uhr am Fischrestaurant in Cruzinha. Weg war er. Es wehte ganz schön.

Schnell die Treckingstöcke** zusammen geschraubt. Wann waren die das letzte Mal in Gebrauch??? Vermutlich auf Hawaii vor drei Jahren.

Ponta do Sol nur von oben



Los ging’s so gegen 9 Uhr. Wir ließen das Städtchen Ponta do Sol rechterhand unter uns liegen. Der Sportplatz sah von oben neu aus. Der Weg war gut zu gehen. Linkerhand waren Ziegen an einem Strick festgebunden. In den Felsen konnten wir kleine Stein-Behausungen ausmachen. Wer wohnt unser solchen Umständen?



Recht schnell hatten wir einen unbeschreiblichen Blick auf die Küste. Wow!!! Aber auch auf die Schweineställe von Ponta do Sol. Die Schweinchen befanden sich in gleinen gemauerten Ställen, die sich außerhalb der Stadt befanden.



Auf und ab nach Fontainhas



Der erste größere Anstieg verursachte bereits Schnappatmung. Erstmal Nasenspray, damit es besser mit der Luft etwas besser ging. Die nächsten Anstiege hielten sich in Grenzen. Es ging auch gut bergab und zwischendurch oft recht ebenerdig.



Den ersten Ort Fontainhas erreichten wir nach 70 Minuten. Bereits vorher hatten wir einen Blick auf die bunten Häuser, die zwischen den Bergen stehen.

Es war Sonntag. Alles wirkte verschlafen und lag noch im Schatten. Bis Fontainhas könnte man auch noch mit einem Auto gelangen. Danach wurde die Straße/der Weg deutlich schmaler. Ab und zu warfen wir einen Blick zurück auf Ponto do Sol.



Kühle Getränke in Corvo



Wir liefen weiter bis nach Corvo, was wir 70 Minuten später erreichten. Im Endspurt befanden wir uns auf einem kleinen Kreuzweg, der nach Corvo führte.



Bereits von oben wurden uns Cold Drinks offeriert. Die Schriftzüge waren auf Hausdächern angebracht. Da schlugen wir doch glatt zu. Für eine kleine Cola und Sprite zahlten wir 200 Escudos, tranken im Sitzen auf kleinen Höckerchen. Nach wenigen Minuten setzten wir unsere Reise fort. Es lag noch einiges an Strecke vor uns.



Weitere 50 Minuten später hatten wir Forminguinhas erreicht. Aus dem Dorf waren wir schnell wieder heraus, so klein war es.

Kurze Stärkung mit Keksen



Der Weg zog sich in die Länge bzw. schlängelte sich bergab und bergrauf und mit der Uhr im Nacken machten wir wenige Verschnaufpausen, sondern eher nur Fotostopps. Irgendwo an der Küste ließen wir uns etwas länger nieder, verspeisten ein paar Kekse. Kurz drauf trafen wir die Franzosen aus unserer Unterkunft. Sie waren in umgekehrter Richtung unterwegs.



Wir trafen auf Ziegen und Esel und zwei Angler, die mit ihrem Fang die Felsen hochkletterten.



Das verlassene Dorf Aranhas


In Schlangenstraßen zogen wir weiter um die Küste. Weitere 1,5 Stunden später erreichten wir Aranhas, das verlassene Dorf. Ein kurzer Stopp, um Kraft für den Aufstieg zu sammeln. Gerne wären wir noch etwas länger dort geblieben, um die Landschaft mit den verlassenen Häusern auf uns wirken zu lassen Mehrere Serpentinen lagen vor uns. Das Mädchen der Franzosenfamilie hinter uns war mir auf den Fersen, wollte jedoch nicht passieren. Erledigt kamen wir oben an. Ab jetzt konnte es hoffentlich nur besser werden.



Die meiste Strecke waren wir bisher im Schatten gelaufen bzw. war der Himmel lange bedeckt. Nach etwas über 5 Stunden lag die Strecke in der Sonne. Wir passierten drei Strände, warfen dabei immer mal wieder einen Blick zurück! Wow!!!



Ein kurzes Stück ging es durch Sand, wo ein erstes Alluguer im Schatten parkte. Vermutlich für die, die entweder keins vorab organisiert hatten oder die letzten Meter ins Dorf nicht mehr schafften. Nach Cruzinha hielten wir uns geradeaus und schon waren wir im Dorf. Folgte man der Hauptstraße gelangte man automatisch zum Fischrestaurant.

Endlich am Ziel: Cruzinha



Dort war die Sammelstelle für Menschen und Alluguer. Nonny erblickte uns und hupte. Nach 6:15 Stunden hatten wir den Weg von Ponta do Sol nach Cruzinha geschafft oder hatte die Wanderung uns geschafft?

Unterwegs war ich mir nicht sicher ob die rote Farbe in Frankys Gesicht von einem Sonnenbrand herrührte, die kam auf den letzten Kilometern nämlich raus, oder etwas mit Anstrengung zu tun hatte.

Wir knipsten noch die Küste und stiegen ein. Nach wenigen Metern wurde von einem Jungen ein Hund durchs Fenster gereicht. Der Hund von Nonnys Vater. Dieser sollte sich später während der Fahrt noch übergeben. Kein Wunder bei dem Geschaukel. Nonny frug, ob 2 Kinder mitfahren dürften. Klar. Den Jungen und das kleine Mädchen setzten wir im nächsten Dorf wieder ab.

Hawaii-Feeling



Ein paar Mal hielten wir für Fotos an, dann ging es dem Hund schlecht und ich traute mich nicht mehr Stopp zu sagen. Wir genossen den Ausblick, sogen alles mit den Augen auf. Wir kamen uns vor wie auf Hawaii, nur viel näher dran (an Deutschland und auch an den Bergen).



Den armen Hund setzten wir bei Nonnys Elternhaus ab. Sagten „Boa tarde“ zu seiner Mutter. Ein Junge wurde Wasser holen geschickt. Nonny putzte sein Auto. Alles war sehr amüsant. Der schmutzige Hund floh in die Berge. Kurz darauf hatten wir unsere Unterkunft erreicht. Wir verabredeten uns für morgen zur gleichen Zeit, um den Covo Krater hinab in das Paul Tal zu laufen.

Abendessen erst ab 19 Uhr



Nach den 14 km waren wir erstaunlicherweise noch fit. Daher gingen wir zu Fuß in die Stadt Essen fangen. Naja. Die Uhrzeit war die Falsche. Die Cantinho de Amizade öffnete erst um 19 Uhr, also in 1,5 Stunden. Wir irrten umher und kamen schließlich beim Boca Fina aus. Das öffnete erst vor wenigen Monaten und wird von 2 Franzosen betrieben.


Wir bestellten 2 Bier und die Karte. Die Hälfte der Bestellung kam an, die zwei Bier. Die Speisekarte wurde vergessen. Stattdessen unterhielt sich der Franzose mit dem französischen Paar am Nachbartisch. Franky wurde schon leidlich, verspürte er doch riesigen Hunger. Ich empfahl ihm einen Blick vorne auf den Aushang der Speisekarte zu werfen und siehe da: dem Franzosen fiel ein, dass wir etwas essen wollten.

Wir beschäftigten uns mit der Speisekarte. Der Franzose mit seinen Landsleuten. Als er fertig war und wir ordern konnten, erklärte er uns, dass es die Pizza Santo Antao nicht gibt, die wollten wir aber auch gar nicht, sondern Pizza Cova. Ja alle anderen Pizzen gibt es. Außer Antao. Ja, wir wollen 2 mal die Cova. Eine davon zusätzlich mit Chorizzo. Also einmal die Chorizzo und eine Cova. Nein… Okay. Irgendwann hatten wir es. Zwei frische Bier kamen sofort. Wenigstens das klappte.

Candle-light Dinner



Die Pizzen. Im eckigen Format, ich vermute aus der Pfanne, kamen auch recht zügig und schmeckten gut. Während des Essens gingen plötzlich die Lichter aus: Stromausfall. Der Franzose eilte mit Kerzen herbei. Wir waren mit Stirnlampen ausgerüstet und speisten zu Ende. Aufgrund eines Festes in der Stadt (Demonstration, um auf Krebsvorsorge aufmerksam zu machen) wäre der Strom abgestellt worden. Wir waren froh dass unser Essen schon fertig war. Wir zahlten und gingen nach Hause.

Wie viele Monate geben wir den beiden Franzosen mit ihrem Traum hier auf den Kapverden ein Restaurant zu führen? Wir kamen uns wirklich vor wie bei den Auswanderersendungen. Einen Vorteil haben die beiden immerhin dadurch, dass die Einheimischen gut französisch sprechen und viele Franzosen hier Urlaub machen (unser Eindruck). Die gastronomischen Kenntnisse schienen jedoch nicht sehr ausgeprägt zu sein.

Unser neues Zimmer befand sich hinten raus. Oberhalb des Restaurants. Daher war es auch nicht ruhig, nur anders. Wir lagen aber auch früh im Bett.

Ach ja. Davor die Nacht fuhren die Autos ständig hin und her, weil in einem der Nachbardörfer eine Diskothek ist.

tbc


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