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Electrico 28

2018 Kapverden: Ein Tag in Lissabon

Good Morning Lissabon! Unser letzter Urlaubstag *schnief* Frühstück wurde im Gemeinschaftsbereich serviert. Auf ein freundliches „Good Morning“ kam so gar keine Reaktion der anderen Gäste. Hm … würde man bei einem Hostel nicht erwarten, oder?

Neben frischen Brötchen, Kochschinken, Frischkäse, Marmeladen, Müsli, Joghurt, gab es auch kleine Pfannkuchen. Jummy!!! Das war was für mich. Neben einem halben Brötchen verdrückte ich dann doch glatt 3 Stück von diesen Pfannkuchen mit Marmelade.

Danach packten wir unsere wenigen Sachen zusammen, checkten aus und erkundeten Lissabon. Wir steuerten zunächst den Platz Rossio mit der D. Pedro IV Statue an, auf dem wir schon gestern Abend waren.



Im Stahlkäfig über die Dächer Lissabons



Fußläufig war der Aufzug Santa Justa schnell erreicht. Die Schlange sah überschaubar aus. Allerdings war nur einer der beiden Aufzüge in Betrieb, so dass es sich doch fast eine Stunde hinzog, bis wir endlich in das Stahl-Monstrum einsteigen und nach oben fahren konnten. Die Nutzung war in unserem 24 h Viva Viagam Pass enthalten.



Oben befindet sich das Convento do Carmo, eine alte, teils zerfallene Kirche, die ein Museum beherbergt. Wir beließen es bei einem Blick von außen und fuhren, nachdem wir noch mal einen Blick über die roten Ziegeldächer Lissabons geworfen hatten, nach unten.

Eine Fahrt mit der Electrico 28



Die Straße führte uns weiter bis zur Haltestelle der Electrico 28. Der berühmten Straßenbahn, die sich durch die engen Straßen bzw. Gassen Lissabons schlängelte. Die erste Bahn, mit einer äußert „freundlichen“ Schaffnerin, wollte uns nicht mitnehmen. Wenige Augenblicke später näherte sich auch schon die nächste Bahn. Schwupp rein mit uns. An der nächsten Haltestelle stiegen bereits Leute aus, so dass wir einen Sitzplatz ergatterten.



Es holperte und polterte über die Straßen, die Berge hinauf. Wow! Wie eng es doch an manchen Stellen zuging. Beinah hätten wir unseren Ausstieg verpasst. Schnell raus. Wir liefen den kleinen Hügel bis zum Aussichtspunkt da Nossa Senhora do Monte hoch. Von hier aus hatten wir einen umfassenden Blick über Stadt, Land, Fluss 😉  Burg, die kleine rote Brücke, …

Aussichtspunkt da Nossa Senhora do Monte



Der Wind wehte uns kräftig um die Nase, ein Musiker sang zu seinem eigenen Gitarrenspiel. Wir setzten uns etwas abseits auf eine Bank, verspeisten das Lunchpaket welches wir im Hostel noch beim auschecken erhalten hatten.



Nach und nach trafen immer mehr Menschen ein, nicht verwunderlich: lagen doch 3 Kreuzfahrtschiffe im Hafen. Sehr viele mit den XXL Tuk Tuks. Wir gingen zurück auf die Straße, auf der die Electricio fuhr. Folgten den Schienen. Vorbei an gekachelten Häuserfronten. Das war hier damals oder heute immer noch (?) der Renner. Ein ums andere Mal blieben wir stehen, schauten uns Wandmurals (auch Sprayereien genannt) an.



Der Verkehr kam zum Erliegen



In Höhe der Kirche Sao Vicente de Fora gab es ein kleines Verkehrschaos. Eine Straßenbahn stand dort, dahinter ein paar Autos und schon kam die nächste Straßenbahn und reihte sich ein. Nanu, war die erste Straßenbahn etwa defekt? Wir schauten kurz ohne die Lage zu erkennen, schlugen dann den Weg zum Pantheon/Igreja de Santa Engrácia ein. Franky entdeckte noch ein paar Figuren auf einem Hausdach, wohin wir laufen wollten, als uns ein Abschlepper entgegenkam. Wird die Straßenbahn abgeschleppt? Während Franky dieser Frage nachging, schaute ich mir die Dachfiguren von nahem an und warf noch einen Blick von oben auf das Pantheon.




Als ich den Weg wieder zur Straßenbahn einschlug kam Franky mir entgegen. In der nächsten Straße würden noch 2 Bahnen stehen. An dieser ganz schmalen Stelle. Wir gingen gemeinsam dorthin. Knipsten ein paar Fotos, als es auch schon hieß „Die Fahrt geht weiter“. Nun gut, fahren wollten wir nicht, sondern laufen. Die Bahnen fuhren also. Erst fuhren die 2 Bahnen, die dort standen nach unten. Dann kamen uns 4 oder 5 Bahnen von unten entgegen und dann kamen noch die anderen beiden von oben. Ganz schöne Verstockung. Auslöser des ganzen war keine defekte Bahn, sondern ein Verkehrsunfall. Das Auto am Abschlepphaken sahen wir auch noch davon fahren.



Aussicht am Miradouro de Santa Luzia



Wir genossen kurz die Aussicht am Miradouro de Santa Luzia, schauten uns die Stände und die Statue von S. Vincente an. Konnten uns aber für keine der angebotenen Speisen erwärmen. Stattdessen gab es für Franky einen Döner Teller und für mich einen Chicken Burger vom örtlichen Kebab Mann. Kaum spürbar setzte etwas Nieselregen (bzw. noch weniger als das) für wenige Sekunden ein.



Gestärkt steuerten wir das Castelo de Sao Jorge an. Sahen aus der Nähe jedoch nur dicke Außenmauern und traten den Rückzug an. Mit dem Aufzug Baixa fuhren wir in Nullkommanix nach unten, gingen Richtung Wasser.



Ich vergaß bisher zu erwähne, wie denn die Temperatur war. Es sollte um die 17 Grad sein, wobei es in der Sonne spürbar wärmer war. An schattigen bzw. windigen Stellen etwas frischer, aber auch mit Wolken waren wir mit unserer Kleidung (T-Shirt und Fleecejacke) gut ausgestattet.

Vom Praca do Comercio am Meer entlang



Am Praca do Comercio befindet sich das Biermuseum, welches wir jedoch ignorierten und stattdessen über den Platz schlenderten. Wir bewunderten den Triumphbogen Arco da Rua Augusta sowie die Reiterstatue und schlängelten uns am Strand entlang bis zum Cais do Sodre. Über die rote Brücke und bis zur Christus Statue schafften wir es leider nicht mehr.



Am Cais do Sodre sprangen wir in die grüne Metro (eine andere Linie gibt es ja auch gar nicht), wechselten in Alameda auf die pinke Linie und waren dann gegen 16:30 Uhr am Flughafen. Die Fahrt dauerte gut eine Dreiviertelstunde und damit viel länger als gedacht.


Länger als gedacht



Der Security Check dauerte zwar nicht lang, aber mit der Uhr im Nacken und wir wussten ja immer noch nicht zu welchem hinterletzten Gate wir latschen mussten, war ich etwas unentspannt.

Die Abflugmonitore hinter dem Security Check lieferten zwar keine Antwort, aber zeigten, dass das Gate in 9 Minuten bekannt gegeben würde. Wir nahmen am zentralen Sammelpunkt in einer Sitzgruppe Platz. Franky beobachtete die Monitore. Eine Viertelstunde vor dem eigentlichen borden wurde nicht das Gate angezeigt, sondern der Hinweis, dass sich der Abflug von 17:40 Uhr auf 18:20 Uhr verschob. Super! Die Maschine war mit 40 Minuten Verspätung in Düsseldorf losgeflogen. In Sachen Pünktlichkeit war TAP Air ganz weit vorne!


Wieder mit Verspätung



Die Zeit verging und das Gate wurde endlich angezeigt. Zweimal um die Ecke gelaufen und schon waren wir am Gate. Das Borden begann so spät, dass es klar war, dass aus dem Abflug um 18:20 Uhr nichts wurde. Um 18:40 Uhr ging es dann endlich in die Lüfte. Wir flogen in einer sehr gemütlichen Embaraer mit einer 2 und 2 Bestuhlung. Wie schön. Gegen 22:20 Uhr landeten wir bei 14 Grad in Düsseldorf. Die Koffer kamen genauso unpünktlich wie der Flieger. Machte aber nix, da Schwiegereltern auch noch nicht da waren. Stattdessen trafen wir am Ausgang unsere Nachbarin, die auf ihren Sohn wartete.

Wir gingen nach draußen und stiegen auf dem Parkplatz bei Frankys Eltern ins Auto. Um kurz vor Mitternacht waren wir dann endlich oder leider wieder zu Hause.

tbc

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