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Hector Pieterson Museum

2016 Südafrika: Johannesburg und Soweto



Die Immigration in Johannesburg ging recht schnell. Allerdings kamen unsere Rucksäcke nicht am Sperrgepäckschalter an, an dem wir die ganze Zeit gewartet hatten, sondern am ganz normalen Kofferband. Hier schien man mit der Länge unserer Rucksäcke keine Probleme zu haben.

Südafrikanischer Rand
Südafrikanischer Rand



Während ich Geld wechselte (aus 250 Euro wurden ca. 3.630 Rand), war Frank schon in die Eingangshalle und hielt nach unserem Abholservice Ausschau und fand ihn auch.

Südafrikanischer Rand
Südafrikanischer Rand



Der Fahrer wusste nur grob die Richtung in die er uns fahren musste und wollte in einem Straßenatlas nach dem Ziel suchen. Wie gut, dass ich mit Maps.Me ausgestattet war. Die Karte hatte ich natürlich schon zu Hause runter geladen. Die letzten Kilometer navigierte ich uns dann zum Ziel. Nach gut einer Stunde Fahrtzeit hatten wir die Greenfire Lodge im Stadtteil Randsburg in Johannesburg erreicht.

Die Fahrt war sehr unterhaltsam, so dass wir anstelle der vereinbarten 425 Rand 500 Rand zahlten.

Greenfire Lodge in Johannesburg



Die Rezeption war etwas angestaubt, der Betreiber aber sehr nett. Unser Zimmer konnten wir direkt beziehen. Es war klein aber fein. Die Lodge hatte eine großzügige Terrasse und einen großen Garten mit Pool.

Abendessen gab es zusammen mit den anderen Teilnehmern um 19 Uhr. Unser Gericht mussten wir jetzt schon auswählen. Für 14 Uhr buchten wir einen Ausflug nach Soweto.

Vorher steuerten wir noch den um zwei Ecken gelegenen Supermarkt an. Bei pick n pay deckten wir uns mit Wasser und Chips ein.

Tour durch Soweto – Johannesburg



Um 14 Uhr wurden wir von Ismail zu der dreistündigen Soweto-Tour abgeholt. Soweto steht für South Western Townships. Das Township hatte ich mir teilweise anders vorgestellt. Es bestand nicht nur aus Wellblechhütten.



Einige Stadtteile des Townships bestanden aus richtigen Häusern aus Stein mit netten Vorgärten. Dort wohnte die Schwarze Mittelschicht. Auch hier sollen Zäune unliebsame Gäste abhalten.

In einer Gegend mit Wellblechhütten setzte uns unserer Fahrer ab und wir sind mit einem anderen Mann ca. 15 Minuten dort durch gelaufen. Eine dieser Hütten sahen wir uns von Innen an. Außerdem bekamen wir noch einen Kindergarten gezeigt. Spenden waren dort kein Muss, aber natürlich gerne gesehen. Wir sind bei so was immer zurückhaltend, mögen es nicht gemolken zu werden. Vielleicht hätten wir im Kindergarten mehr geben müssen. Es gab auch ein Buch wo wir uns eintragen und die Höhe der Spende angeben mussten. Daher war zu vermuten, dass das Geld auch wirklich dort verblieb.

Berichte von einem Zeitzeugen



Unser Fahrer erzählte uns viel, er fuhr uns durch die Straßen der damaligen Aufstände. Am Hector Pieterson Memorial und Museum hatten wir eine längere Zeit zur Verfügung. Alle Schautafeln zu lesen war jedoch etwas müßig, zumal sie auch nur auf Englisch waren. Grundsätzlich war es schon ergreifend, warum – wie so oft – unschuldige Menschen sterben mussten.



Auf der Rückfahrt zur Lodge hatte ich unseren Fahrer gefragt, wie er die Aufstände damals um 1976 miterlebt hat. Daraufhin krempelte er einen Ärmel hoch und zeigte uns eine Verletzung, die durch einen Streifschuss entstanden war. Das sind so Momente, wie wir das auch schon in Vietnam erlebten, die uns ergreifen. Wir haben die Tour durch Soweto mit und die Berichte über die damaligen Aufstände von einem Zeitzeugen gemacht/erzählt bekommen. Freunde ließen ihr Leben in dem Kampf gegen die Bildungspolitik und Apartheid. Er war zu der Zeit Student.

Wir lernten unsern Guide und den Truck kennen



Gegen 17:10 Uhr waren wir zurück in der Lodge. Unser Truck stand schon auf dem Grundstück.

Damit wir bis zum Dinner nicht verhungerten gab es für Franky ein paar Chips und für mich eine Rosinenschnecke (ohne Rosinen) die wir noch aus dem Flieger hatten.

Um 19 Uhr gab es Dinner. Kurz vorher lernten wir bereits unseren Guide Lazarus kennen. Neben zwei Freundinnen aus der Schweiz, einem Schweizer Pärchen und einem Paar aus Norwegen wird morgen früh noch der 9. Teilnehmer der Tour zu uns stoßen. So wie es aussah, waren wir die „Senioren“ der Tour.

Mein Nudelgericht war, für meinen Geschmack, etwas zu scharf gewürzt. Frank war mit seinem Beef Filet sehr glücklich. Als Dessert hatte ich mir noch Vanilleeis mit Amarula ausgesucht. Wenn man schon mal in Südafrika ist, dann gehört das doch wohl dazu.

Nach dem Dinner stellte Lazarus uns „Jessie“ vor. Jessie war der Truck, der uns in den nächsten 2 Wochen durch Botswana fahren wird. Wir sollten sie gut behandeln.

An der Rezeption beglichen wir noch unsere Rechnung. An der Bar nahm unsere Gruppe noch ein Absacker-Bier. Nach ersten kurzen Gesprächen ging es gegen 22 Uhr ins Bett.

tbc

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