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eingekleidet in afrikanischen Tüchern

2016 Simbabwe: Victoria Falls und das Boma



Nach unserem Rafting Abenteuer bummelten wir mit der Amerikanerin und den Norwegern durch die Shops am Market Place. Für insgesamt 32 USD wanderten Zebras, Löwe, Giraffe, Magnet, Shot, Postkarten in Plastiktüten.

Die Amerikanerin hatten wir zwischendurch verloren, sie aber dann doch wiedergefunden. Nach einem kurzen Stopp im Liqueur-Store, wo es Fanta für Frank gab, traten wir den Heimweg an. Bis zur Lodge waren es bestimmt 20 Minuten Fußweg. Direkt vorm Grundstück standen ein paar Pumbaas.

Wir dachten an die Worte von gestern, dass wir ein Taxi nehmen sollen, wenn Büffel auf der Straße zu sehen sind. Was hätten wir eigentlich machen müssen, wenn wir auf dem Rückweg zur Lodge plötzlich auf Büffel getroffen wäre? Ein Taxi wäre bestimmt nicht aus dem Nichts aufgetaucht.



An der Lodge hüpften wir wieder in den Pool. Anscheinend hatten wir von Wasser noch nicht genug. Danach machten wir uns fürs Abendessen ausgehfertig. Für 18:45 Uhr waren die Taxen bestellt. Gestern Abend hatten wir entschieden, dass wir in das Boma gehen, ein afrikanisches Restaurant. Das Buffet kostete 40 USD p. P. Normalerweise geben wir so viel Geld nicht fürs Essen aus, aber wir fügten uns der Mehrheit. Getränke kosteten noch extra.

Ein afrikanischer Abend im Boma


Zwei Taxen kamen. Pro Auto/pro Strecke kostet die Fahrt 10 USD.

Um 19 Uhr waren wir beim The Boma. Im Eingangsbereich wurde jedem Gast ein Tuch im afrikanischen Stil umgebunden. Wir bekamen einen Tisch zugewiesen. Zunächst musste Reihum jeder seine Hände unter Wasser waschen. Eine Dame ging mit einem Krug und einer Schüssel herum.

Als Begrüßungsgetränk gab es ein selbstgebrautes Bier – schmeckte nicht. Starter war ein bunter Teller bestehend aus Krokodil-Streifen, Impala-Spießen, Gemüse- und Brothäppchen. Ganz mutig probierte ich alles. Zu meinem eigenen Erstaunen musste ich sagen: es hat geschmeckt! Insbesondere das Impala-Fleisch. Am Sambesi River mussten wir natürlich Sambesi Lager trinken.

Nach dem Starter konnten wir uns an den verschiedenen Stationen bedienen. Es gab Spanferkel, auf das sich Frank gestürzt hatte. Ich habe mit der Karottensuppe weitergemacht. Lecker!

Pumbaa schmeckte göttlich



Sollte ich nun mutig sein? Nachdem mir ein vermutlich afrikanisch stämmiger Mann versichert hat, dass Warzenschwein besser schmecken würde als normales Schwein, bestellte ich vom Grill ein kleines Stück Pumbaa und nahm mir noch etwas vom Kudu-Stew. Was soll ich sagen: Das Warzenschwein schmeckte fantastisch!!! Das Kudu schmeckte mir auch, den anderen allerdings nicht so.



Ich fing wirklich an, mich über mich selbst zu wundern. Aber nach dem heutigen Tag mit der Rafting-Tortur war wohl nichts mehr Normal. Meine Hände konnte ich immer noch nicht ruhig halten und wenn ich tief einatmete spürte ich immer noch ein beklemmendes Gefühl. Im Gesicht machte sich neben der Schwellung so langsam ein Bluterguss bemerkbar. Die Wangenmalerei, die wir aufgemalt bekamen konnte vielleicht etwas davon ablenken.

Von den Eland Antilopen Hackbällchen durfte ich auch noch etwas probieren. War auch lecker!

Mopane Würmer mit Zertifikat



Zum Nachtisch gönnte ich mir dann auch noch einen Mopane worm. Wenn schon, denn schon. Der Mopane Worm ist Simbabwes Lieblingssnack und enthält viel Eiweiß. Ich verspeiste unter Aufsicht einen dieser Würmer und bekam dafür ein Zertifikat. Nicht lange gefackelt und reingebissen. Der Wurm schmeckte hauptsächlich nach dem Gewürz in dem er zubereitet wurde. Ansonsten schmeckte ich noch die Hülle. Würmer werden bestimmt nicht zu meine Lieblingsspeise, da bevorzuge ich Warzenschwein, Impalas und Kudus.

Richtigen Nachtisch verputzte ich dann auch noch. Dann reichte es aber.



Das Boma bot nicht nur Essen, sondern ein buntes Rahmenprogramm. Afrikanischer Tanz und Gesänge, Trommeln, Wahrsager. Beim Trommeln durften sogar alle mitmachen. Jeder bekam eine eigene Trommel und dann konnten wir nachtrommeln. Es machte riesig Spaß!

Gegen 21:30 Uhr war dann langsam Schluss. Es wurde abgerechnet. Mit Trinkgeld hat der Abend mal eben 100 USD gekostet.

Als wir vorm Eingang standen waren unsere Taxen noch nicht da. Inspiriert von dem Hippo den eine der Schweizerinnen gekauft hatte, entschied ich kurzentschlossen auch einen Hippo und eine Giraffe zu kaufen. Beides aus Holz für 13 USD. Der alte Herr war sichtlich dankbar, dass er noch einen Abnehmer gefunden hatte.

Die Taxen trudelten ein und um 22:15 Uhr waren wir zurück an der Lodge.

Wir hatten noch überlegt, ob wir gemeinsam die DVD vom Rafting anschauen sollten. Mangels DVD Player fiel das dann aus. Wir fielen k.o. ins Bett! Gute Nacht!

tbc

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