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Anreise mit Iberia

2016 Cuba: Eine anstrengende Anreise



Als um 7 Uhr der Wecker ging war Frank schon längst auf den Beinen. Wie vor jedem Urlaub herrscht noch Hektik, was alles an „Elektro-Schnick-Schnack-Sachen“ zu erledigen war. Emma merkte natürlich auch, dass irgendwas nicht stimmte.

Zu ihrem Leid wird sie die nächsten drei Wochen noch mit ihrem „Trichter“ rumlaufen müssen, damit die entzündete Stelle im Gesicht richtig abheilen konnte. Kurz nach unserem Hawaii-Urlaub fing sie an sich an einer Stelle neben dem Auge ziemlich stark zu kratzen. Von allein trat keine Besserung ein. Als es ganz Übel wurde blieb nur noch der Trichter. Welch eine Freude! Nach fast 2 Monaten werden ihr 3 weitere Trichter-Wochen auch nichts mehr ausmachen und Schwiegerpapa war „erleichtert“, dass er nicht gucken musste, ob alles gut war.

Frank hatte uns gestern schon online eingecheckt. Nach einem langen Arbeitstag mussten dann noch die Rucksäcke gepackt werden. Mit 12,5 kg und 13,5 kg waren die ganz gut gefüllt.



Zum zweiten Mal machen wir Rucksack-Urlaub. Von den Zugriffsmöglichkeiten des High Peak waren wir nach wie vor begeistert. Packbeutel in verschiedenen Größen halfen die Kleidung möglichst platzsparend und evtl. auch wasserdicht zu verstauen. Für den Flug packen wir die Rucksäcke immer sicher in einer Schutzhülle. Auf abgerissene Haltegurte haben wir echt keine Lust.

Einziger Knackpunkt: die Schnorchelausrüstungen. Der Inhalt des anderen Rucksacks bestand fast ausschließlich aus dem Schnorchel-Kram. In der ersten Zeit werde ich mich wiederholt über die unsinnige Idee die Flossen eingepackt zu haben ärgern.

Von Düsseldorf nach Madrid



Meine Eltern waren rechtzeitig da und wir kamen zeitnah weg. Ohne Stau waren wir innerhalb von 40 Minuten in Düsseldorf am Flughafen. Beim Aufgeben der Rucksäcke wurden wir bereits darauf hingewiesen, dass der Flug 5 – 10 Minuten Verspätung hatte. Wie schön!

Durch den Security-Check waren wir so durchgerutscht. Viel war nicht los. Es dauerte ewig bis das boarden begann bzw. bis die ganzen Leute (die überwiegend nur mit Handgepäck unterwegs waren) endlich ihr Handgepäck verstaut und Platz genommen hatten. Letztlich hatten wir dann 35 Minuten Verspätung, bis der Flieger den Düsseldorfer Boden unter sich ließ. 12:45 anstatt 12:10 Bei Iberia Express gab es Verpflegung nur gegen Bares. Wir hatten uns zu Hause noch ein paar Brote aus den Resten geschmiert und mussten daher auf dem Weg nach Madrid nicht verhungern.

Der Flug war unruhig und dauerte „gefühlt“ Ewigkeiten. Aufgrund unseres verspäteten Abflugs in Düsseldorf machte ich mir ein wenig Sorgen, ob wir unseren Anschlussflug in Madrid bekommen werden, aber laut der Stewardess werden wir die Verspätung wieder rausfliegen und just-in-time in Madrid landen. So die Theorie, der Optimismus oder die Passagier-Verarsche.

Ein anderes Zeitgefühl



German-Pünktlichkeit sah wohl etwas anders aus, wenn man mit 25 Minuten Verspätung landet. Einen leichten Punktegewinn konnte Iberia nur mit der butterweichen Landung einheimsen. Bereits im Flieger wurde durchgesagt von welchem Flugsteig die nächsten Maschinen starteten. So wie wir unser Glück kennen wird es bestimmt das allerletzte Gate sein und so war es auch.

Wie die Irren hechteten wir durch das Terminal. Erst mit dem Aufzug runter, um mit der Bahn (die echt schnell kam) ins Satellitengebäude zu gelangen, durch die Passkontrolle, dann wieder hoch und immer schön den „U“-Schildern hinterher. 25 Minuten werden für den Terminalwechsel, bis zum U-Bereich angeschlagen und die braucht man auch (vorausgesetzt es ist bei der Passkontrolle nicht viel los). Natürlich war unser Gate das Vorletzte. Total außer Atem, durstig und völlig fertig (insbesondere Frank, der total erkältet war) kamen wir pünktlich zum planmäßigen Gate-Closure an. Dort herrschte leichtes Chaos. Den Bedürfnissen nach was zu trinken und einer Toilette kamen wir dummerweise nicht mehr nach. Wir stürmten in den Flieger rein, bzw. mussten erstmal Schlange stehen bis wir dann endlich auf unseren Sitzen saßen. Der Flieger war schon sehr gut gefüllt, aber es kamen auch noch einige Leute nach uns rein.

Die ganze Rennerei hätten wir uns also auch sparen können, denn es dauerte noch fast eine Stunde, bis wir dann endlich losgekommen waren. Auf Nachfrage war die Stewardess so freundlich für mich und meinen marido (= Ehemann) 2 Becher mit Wasser zu füllen.

Randnotiz für’s nächste Mal (auch wenn es das nicht geben wird): Bereits in Düsseldorf etwas zu trinken kaufen, denn es gab keinen Security-Check in Madrid, damit wir nicht verdursten!

Mit 55 Minuten Verspätung ging es dann um 16:50 Uhr in die Luft. Franks Erkältung wurde während des Flugs immer schlimmer. Naja, wer trotz Erkältung klein-Karneval feiern ging musste sich nicht wundern, wenn es zunächst nicht besser wurde. Ganze 4 Packungen Taschentücher verbrauchte er während des Flugs. Rekordverdächtig!

Wir verhungerten beinah



Die spanische Gemütlichkeit ging uns schon in den ersten Flugstunden auf die Nerven. Abgesehen davon, dass uns die Zunge am Gaumen klebte, fing irgendwann auch der Magen an zu knurren. Wie gut, dass wir noch Karnevals-Süßigkeiten eingepackt hatten. Die retteten uns.

Zwei Stunden nach dem Start gab es dann endlich Getränke und zeitgleich das Essen. Nach europäischer Zeit war es ja auch schon 19 Uhr, da durften wir hungrig sein. Schließlich hatten wir mittags nur ein Brötchen. Grundsätzlich sprachen die Flugbegleiter nur spanisch mit uns. Auf englische Fragen wurde aber auch auf Englisch geantwortet.

Die zehn Stunden Flug zogen sich. Einige Filme und vergebliche Schlafversuche später, hatten wir gegen 21 Uhr (3 Uhr zu Hause) endlich Havanna erreicht.

Mit dem Service von Iberia waren wir nicht zufrieden. Von anderen Fluggesellschaften waren wir es gewohnt, dass jeder Passagier während der Langstreckenflüge eine Wasserflasche (quasi für die Nacht) bekam oder das mit Tabletts mit Getränken rumgegangen wird. Dies war bei Iberia nicht der Fall. Hinten im Flieger standen jedoch gefüllte Becher zum selber bedienen.

Der Sitzabstand in diesem wohl recht neuen Airbus A 330 war auch gewöhnungsbedürftig. Normalerweise kann ich, wenn ich das Tablet runterklappe meinen Kopf drauflegen und zumindest versuchen zu dösen. Jetzt fehlten mir ein paar Zentimeter. Und nein, es lag nicht daran, dass der Vordermann den Sitz verstellt hatte. Da saß nämlich keiner.

Aber wir hatten es ja nun geschafft! Zumindest halbwegs. Bis wir endlich im Taxi sitzen und zu unserer Casa fahren, sollten jedoch noch mal fast drei Stunden vergehen.

tbc

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