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Stephansdom

2017 Wien: Mit dem Flieger nach Wien

Wir hatten zwar erst einen Flug für 14 Uhr gebucht der uns nach Wien bringen soll, damit ich zumindest für ein paar Stunden arbeiten gehen konnte, doch das Zeitkonto wies genügend Überstunden auf und ich bekam frei. Damit sparte ich mir unnütze hin und her Fahrerei zwischen Duisburg – Straelen – Duisburg. Wir machten uns rechtzeitig auf den Weg nach Duisburg, denn es könnten längere Schlangen beim Security Check entstehen, es war Beginn der Herbstferien in NRW.

Wir starten also gegen 10 Uhr Richtung Duisburg. Die A40 war fast ohne Stau zu befahren. Nur eine ganz kurze Verstockung vor der Rheinbrücke. Wenn das doch jeden Tag so wäre …

Blitzi stellten wir in der Tiefgarage ab und machten uns zu Fuß auf dem Weg zum Duisburger Hauptbahnhof. Schnell am Automaten ein Vierer-Ticket der Preisstufe B gezogen und zum Gleis rauf. Wenige Minuten später trudelte der Zug ein, der uns innerhalb von nur 10 Minuten zum Flughafen Düsseldorf brachte. Der Skytrain fuhr uns direkt bis ins Terminal B. Wir betraten die Abflughalle. Gegenüber: die Air Berlin Schalter. In einer Woche wird der letzte Flieger gehen. Ein kleinwenig Wehmut machte sich breit.

Viel zu früh am Flughafen



Für die zwei Nächte reisten wir nur mit Handgepäck. Online hatten wir bereits gestern eingecheckt. Wir liefen quasi direkt zum Security Check durch. Es war nicht viel los. Dabei stand auf der Website von Air Berlin, dass mit längeren Handgepäckskontrollen zu rechnen sei. Anscheinend nicht zu dieser Zeit.

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Viel zu früh waren wir nun schon im Terminal und schlugen die Zeit tot. Wir versorgten uns – wie immer – mit Wasser und Cola, surften im free WiFi und beschäftigten uns mit unserem Ziel: Wien.

Irgendwie hatte ich es im Gefühl und überprüfte nach einer Weile an den Bildschirmen, ob unser Gate auch tatsächlich (noch) stimmte. Tat es natürlich nicht mehr. Kurzerhand zogen wir um und warteten weiter. Irgendwie schwang immer noch ein wenig Unsicherheit mit. Wird der Flug auch wirklich stattfinden? Lange tat sich nichts. Irgendwann wurde der Schalter besetzt und die Air Berlin Mitarbeiterin verkündete die frohe Botschaft. Nein, nicht die vom Christkind, sondern dass das borden beginnt. Erleichterung machte sich breit.

Die ganzen Fächer voller Trolleys



Im Flieger konnten wir gerade noch unseren kleinen Rucksack und die Fototasche in den Gepäckfächern verstauen. Ansonsten reihte sich Trolley an Trolley. Weitere Passagiere stiegen ein. Natürlich mit Trolleys. Wir nahmen die Fototasche runter zu uns, damit wenigstens noch ein Trolley reinpasste. Weiterer Platz war nicht vorhanden. Die restlichen Trolleys mussten in den Bauch des Flugzeugs. Irgendwann saßen endlich alle. Wir nehmen mit 15 Minuten Verspätung Fahrt auf. Der Captain gab Gas, fuhr die Bahn zügig hoch, drehte und gab Vollgas! Das nenn ich mal einen Start. Direkt in einem Rutsch ging es ab nach Wien.

Getränke und Snacks konnten nur entgeltlich erworben werden. Wir verzichteten.

Keine 1,5 Stunden waren wir auch schon in Wien. Schneller und bequemer kann man wohl kaum hinkommen. Die Stewardess verkündete die erfolgreiche Landung und verlor anschließend noch ein paar persönliche Worte. Sie dankte den Kollegen von Air Berlin, die sie auf ihrem letzten Flug begleitet haben. Ein Kloß im Hals machte sich bei mir breit. Meine Sorge war es, ob unsere Flüge tatsächlich noch stattfinden. Die meisten Mitarbeiter von Air Berlin stehen vor einer ungewissen Zukunft und beschäftigen sich mit ganz anderen Sorgen und Nöten. Beim Verlassen des Fliegers gibt es keine Schokoladenherzen. Wir wünschen den beiden Flugbegleiterinnen alles Gute. Kein schöner Moment für sie.

Mit dem Railjet in die Wiener City



Die Gepäckbänder lassen wir rechts liegen und standen auch schon in der Ankunftshalle. Niemand wartet auf uns. Also eigentlich so wie (fast) immer. Wir bahnten uns unseren Weg zu den Zügen. Auf den verhältnismäßig teuren CAT verzichten wir, sondern nehmen einen normalen Zug in die Stadt. An den Ticketmaschinen bildeten sich längere Schlangen. Die beiden Asiatinnen vor uns bekommen es nicht auf die Reihe ein Ticket zu lösen und geben auf. Wir touchen ein paarmal auf dem Screen hin und her und halten kurz darauf unser Ticket bis zum Westbahnhof in den Händen.

Wieder mussten wir nicht lange warten. Wir nahmen im Railjet Platz. Der freundliche Schaffner wies uns darauf hin, dass wir am Hauptbahnhof in Wien umsteigen müssen. Ja, das wissen wir (von der Websiete der ÖBB *klick* hatte ich vorher schon die möglichen Optionen abgeschrieben). Im Railjet stand uns free WiFi zur Verfügung. Ich checkte die Umsteigezeiten. Es wurden sogar Ankunfts- und Abfahrtgleise genannt. Wie praktisch.

Fast Verlaufen



Wir wechselten am Hauptbahnhof das Gleis und die Fahrt ging weiter. Zwei Stationen später mussten wir schon wieder umsteigen. Hier herrschte nun Verwirrung. Wir mussten in die U-Bahn Richtung Floridsdorf wechseln. Foridsdorf war ausgeschildert, aber wieso gibt es unsere Haltestelle nicht? Wir waren etwas verwirrt. Das junge Bürschen das ich ansprach war auch nicht sehr hilfreich. Erst hat er gar nicht verstanden, was ich von ihm wollte. U-Bahn? Das ist doch alles ausgeschildert. Aha … wir verlassen den Bahnsteig wieder in die Richtung, aus der wir gekommen waren.

Unten haben wir dann endlich geschnallt, dass oben die S-Bahn nach Foridsdorf abfährt, die aber nicht am Westbahnhof hält. Und das die U-Bahn am entgegengesetzten Ende von den Bahnsteigen abfährt. Oh man! Als wenn wir das erste mal in einer Großstadt wären. Egal! Wir fanden dann ja doch noch den Weg zur U-Bahn. Die Bahn fuhr natürlich vor unserer Nase weg. Wir warteten jedoch nur wenige Minuten bis die Nächste fuhr.

Im Intercity Hotel in Wien



Auf gut Glück schafften wir es direkt den richtigen Ausgang aus den U-Bahn Katakomben zu nehmen. Bis zum Intercity Hotel waren es nur noch wenige Meter. Der check-in verlief Reibungslos. Wir erhielten unsere Zimmerkarten und die Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel. Das ist das Schöne am Intercity Hotel, da sind die Tickets für den innerstädtischen Personennahverkehr direkt mit dabei. In der Zwischenzeit checkte Frank, wo wir heute Abend essen gehen könnten.

Das Zimmer war ausreichend groß. Das Bad sehr ansprechend. Wir erfrischten uns und sind dann wieder raus. Das Intercity Hotel befindet sich direkt an der Mariahilferstraße, einer der Einkaufsstraßen Wiens.

Über die Mariahilferstraße in die Mitte



Wir entscheiden uns zu Fuß bis in die Stadtmitte zu gehen. Neben Geschäften bekannter Marken gab es auch ein paar traditionelle Läden.

Wir schlendern gemütlich die Straße entlang. Doch schon bald bereute ich es, nicht daran gedacht zu haben meine Bandagen um die Knie zu legen. Morgen werde ich schlauer sein.



Wir lassen die Stadt Wien auf uns wirken. Es gibt sehr viele alte Gebäude. Durch die Hofburg führte uns unser Weg zum Wiener Stadtbräu, das aber auch Chattanooga heißt. Wir waren warm gelaufen und ließen uns daher dazu verleiten in der Außengastronomie Platz zu nehmen. Aufgespannte Sonnenschirme waren mit Heizstrahlern ausgestattet. Wir bestellen zunächst jeder ein Kaiser-Bier und studierten die Speisekarte. Der Kellner hatte gut zu tun. Wir bekamen unser Bier, verpassten aber die Gelegenheit direkt noch Essen zu bestellen. Das klappte dann ein paar Minuten später.

Frank entschied sich für Spare Ribs. Ich bestellte Wiener Schnitzel vom Schwein mit Kartoffelsalat. Das Essen kam zügig. Beides schmeckte gut. Ich verputze mit etwas Hilfe von Franky mein ganzes riesiges Schnitzel. Es wurde immer frischer. Wir zahlten und steuerten die U-Bahn an.

Voll erleuchtet!



Moment, was war das denn? Wir fuhren die Rolltreppe runter und wieder rauf. Gingen noch um die Ecke. Dort stand er, erleuchtet: der Stephansdom. Wir machen ein paar Fotos, drehen um und fahren die Rolltreppe wieder runter, steigen in die richtige U-Bahn und lassen uns in wenigen Minuten bis zum Hotel fahren. Wir stiegen eine Station vorm Westbahnhof, an der Zieglergasse, aus. Von dort waren es nur wenige hundert Meter bis zum Hotel.

Total erschlagen fielen wir aufs Bett. Schauten noch eine bzw. zwei Folgen Law and Order. Während der Zweiten schlummerte ich weg. Ich war einfach nur k. o. (Lag bestimmt an der fehlenden Zeitverschiebung.)

tbc

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