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Parade zum Februar-Vollmondfest

2017 Sri Lanka: Colombos Februar-Vollmondfest

2:50 Uhr morgens in Hikkaduwa. Wir konnten online für den Rückflug einchecken. Ob aus Müdigkeit, Schusseligkeit oder weil es tatsächlich nicht ging, konnten wir die Sitzplätze nicht ändern. Jetzt sitzen wir doch tatsächlich im ersten Flieger mittig in einer Vierer-Reihe. Wie doof war das denn? Shit happens, weiterschlafen.

Frank ließ das wohl keine Ruhe. Daher hatte er, als ich morgens wach wurde, zum einen bereits eine Kundenkarte von Emirates beantragt (kleine Anmerkungen meinerseits: ich finde es echt bescheiden, dass es verschiedene Vielfliegerprogramme gibt) bzw. sich bei dem Programm angemeldet und war zum anderen gerade dabei unsere Sitzplätze zu ändern, obwohl wir doch schon eingecheckt waren. Verstehen musste ich das nicht … Gescheite Plätze suchten wir uns aus, ich musste mich auch noch in dem Paratnerprogramm anmelden. Der Tag konnte kommen.



Am Strand machten wir ein paar letzte Fotos. Das Licht war einfach nur schön!!! Nach dem Frühstück saßen wir noch eine Weile draußen, machten uns gegen 10 Uhr langsam abreisefertig und beglichen die Rechnung.

Mit dem Bus von Hikkaduwa nach Colombo



Auf der Straße rauschte der erste Bus gerade an uns vorbei. Naja, der nächste kommt bestimmt. Noch während wir Richtung Bushaltestelle unterwegs waren, kam von hinten ein kleiner AC-Bus mit Lichthupe angefahren. Colobmo? Yes! Rucksäcke in den Kofferraum und reingehüpft. Schon gab der Fahrer Gas. Für 250 Rs pP ging es nach Colombo.

Nach gut 2 Stunden und somit viel schneller als gedacht, erreichten wir Colombo. Die kleinen AC-Busse bot den Vorteil, dass nicht so viele Leute reinpassten und daher nicht an jedem 2. Baum gehalten wird.

In Colombo wollte der Fahrkartentyp nicht verstehen, dass wir schon vorher aussteigen und nicht bis zum Endziel im Bus bleiben wollten. Er faselte irgendwas von turn-around und sprach weiter in sein Handy. Unser Plan war es an der Hauptstraße auszusteigen und dann die wenigen hundert Meter bis zu unserer Unterkunft zu Fuß zu gehen. Das wollte der Typ allerdings nicht verstehen … Wir entfernten uns immer mehr von unserem maps.me-Ziel. Super!

Knöllchen für’s Umdrehen



Am großen Busbahnhof sollten wir dann aussteigen. Wo war jetzt der turnaround? Weil wir aber nicht wollten, durften wir sitzen bleiben und der Bus fuhr eine Runde zu dem anderen Busbahnhof. Beim U-Turn wurden wir dann von der Polizei rausgewunken. Fahrer und Ticketverkäufer stiegen brav aus. Das habt ihr nun davon, wenn wir nicht da aussteigen durften wo wir wollten. Wir wurden dann an dem anderen Busbahnhof (eigentlich befand der sich nur ein Stückchen die Straße runter auf der anderen Straßenseite) rausgelassen und in den nächsten Bus gepackt. Super! Die 20 Rs pP, die diese Busfahrt nun kostete, werden wohl zu verschmerzen sein.

Wir stiegen am Vihara Mahadevi Park aus. Laut maps.me befand sich unser Ziel in 400 Metern. Kurz orientiert… Das Thusare House lag etwas versteckt zwischen zwei Banken. Haupteinkunftsquelle war eine Massagepraxis, die überwiegend blinde Angestellte hatte. Wie uns der Besitzer später erzählte, haben Blinde in Sri Lanka kam eine Chance auf eigenen Beinen zu stehen und eigenes Geld zu verdienen. Durch dieses Projekt wird Ihnen eine Ausbildung ermöglicht, so dass sie auch in Hotels als Masseure arbeiten können. Das ist sehr vorbildlich.

Frank reparierte die Klimaanlage



Wir bekamen kalte Erfrischungstücher gereicht und konnten direkt einchecken. Unser Gastgeber wollte die AC anmachen, allerdings wollte die nicht. Neue Batterien für die Fernbedienung geholt – Fehlanzeige. Ein Angestellter eilte mit einer Leiter heran. Frank kletterte rauf und drückte auf den Tasten der AC rum. Keine Chance. Der Chef telefonierte mit irgendjemandem. Selbst war der Mann, also Frank! Abdeckung geöffnet, siehe da: die Filter waren total verschmutzt. Aber auch nach der Reinigung ließ sich die AC mit der Fernbedienung immer noch nicht bedienen. Egal! Wir gingen jetzt erst mal raus. AC ausgeschaltet, Leiter eingepackt und raus.



Keine Elefanten im Vihara Mahadevi Park



Erste Anlaufstelle war der Vihara Mahadevi Park. Irgendwo hatte ich gelesen, dass hier zum Februar-Vollmondfest hunderte zahmer Elefanten auf ihren Einsatz bei der Parade warteten. Was wir sahen waren hunderte spielender Kinder, schließlich war heute Feiertag, Familien waren unterwegs. In einem Bereich des Parks befanden sich einige Spielgeräte, ein Fahrradverleih mit extra Radwegen (schon leicht irritierend, dass so etwas Selbstverständliches wie Rad fahren, hier etwas total Besonderes war). Frank holte sich an einem der Essensstände etwas zu essen, für mich gab es ein Hörnchen-Eis.



Gefühlt saß auf jeder Bank bzw. unter jedem Baum ein junges Pärchen.

Mit einem Blick auf das Rathaus, dass sich am Rande des Parks befand, schlenderten wir weiter durch den Park, ohne auch nur einen einzigen Elefanten zu sehen und schlugen dann den Weg zum Gangaramaya Tempel ein. Dieser Tempel veranstaltet das Februar-Vollmondfest. Es war gerade mal 16 Uhr, die Parade fing wohl erst gegen 19 Uhr an. Dementsprechend leer waren noch die aus Holzbänken oder mit Plastikstühlen bestückten Tribünen. Für Touristen gab es einen Ticket-Verkaufstisch. So ganz verstanden wir das jedoch mit dem Ticket-Erwerb nicht. Es gab auch Tribünen, auf die man ohne Ticket Platz nehmen konnte.



Wir schauten uns kurz den Beira Lake an, gingen am Gangarama Tempel vorbei und begaben uns auf die Suche nach einem Supermarkt. Weit und breit war keiner zu sehen. Kurzerhand befragten wri maps.me. 900 Meter die Straße runter. Okay. Nach wenigen Metern „stolperten“ wir dann aber schon über einen Mini-Market. Es gab kalte Getränke und entsprechend den Vorlieben etwas herzhaftes und süßes.

Parade zum Februar-Vollmondfest



Neben einer Tribüne machten wir es uns auf dem Bordstein gemütlich. Bis 19 Uhr waren es noch über 2 Stunden … Zeit totschlagen. Der Hintern war plattgesessen.

Ab ca. 18:30 Uhr wurde es merklich voller. Auch 2 Stunden später strömten immer noch Besuchermassen herbei. Gegen 20:30 Uhr kam die Parade endlich bei uns vorbei. Wir befanden uns an einem „Wendehammer“ des Umzugs, so dass wir alles 2x anschauen konnten. Die zunächst noch vorhandene Begeisterung wich irgendwann der „ich-habe-keinen-Bock-mehr-wann-ist-es-endlich-vorbei“-Stimmung. Trommeln, Flöten, Fahnen, Tänzer, also ein wenig das was wir auch schon beim Kandy Dance gesehen hatten.



Verkleidete Elefanten mit Fake-Stoßzähnen, gefesselt an den Vorder- und Hinterbeinen, mit schweren Ketten um den Hals, guckten uns mit traurigen Augen an. Einer versuchte vergeblich mit dem Rüssel auf dem Boden etwas Essbares zu finden.



Buddhafiguren wurden auf kleinen Pritschenwagen transportiert. Die Einheimischen legten jede Menge Geldspenden auf diese Wagen. Man muss echt dran glauben im nächsten Leben „höherwertiger“ wiedergeboren zu werden.



Als dann auch noch „Möhneballmasken“-Fußgruppen kamen wurde es echt total spuky. Uns beiden reichte es so langsam und wir ergriffen um 21:30 Uhr die Flucht. Nach wenigen hundert Metern waren wir am Thusare House und hatten unsere Ruhe.

tbc

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